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Fabian Mayr, Kapitän von St. Pauls

Was ist das Paulsner Meisterrezept, Fabian Mayr?

Mit einer beeindruckenden Souveränität gewann St. Pauls heuer die Landesliga-Meisterschaft. Bevor es am Sonntagnachmittag zum Saisonabschluss gegen Stegen kommt, stand uns der Paulsner Kapitän Fabian Mayr noch einmal Rede und Antwort.


Fabian Mayr, der Meistertitel wurde von St. Pauls schon drei Spieltage vor Schluss in souveräner Manier eingetütet: Hätten Sie sich das vor Saisonbeginn erwartet?

Da letztes Jahr keine Südtiroler Mannschaft von der Oberliga in die Landesliga abgestiegen ist, wusste ich, dass St. Pauls zu den engen Favoriten für den Titel zählt. Wir haben erfahrene Spieler in unseren Reihen und viel Qualität. Damit man aber eine Meisterschaft gewinnt, braucht es nicht nur Qualität, sondern Spieler die erfolgshungrig, demütig, ehrgeizig sind und nicht zuletzt in jedem Spiel immer einhundert Prozent geben.


Was war heuer das Erfolgsrezept der Mannschaft?

Wir sind immer als eine Einheit aufgetreten und haben von Spiel zu Spiel gedacht. Wir haben uns nie von der Tabelle blenden lassen und sind jeden Sonntag hochkonzentriert aufgetreten.


Der Kader war vergleichsweise klein, zudem fielen namhafte Spieler wie Fabian Obrist oder Alex Tadè während der Saison weg. Davon ließ sich St. Pauls aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte besonders in der Rückrunde konstant, souverän und äußerst erfolgreich. Warum?

Beim ersten Treffen der Saison waren fast 30 Spieler anwesend, da dachten wir uns alle, dass wir dieses Jahr kein Quantitätsproblem haben. Im Laufe der Saison haben sich aber viele Spieler aus verschiedensten Gründen entschieden, entweder Verein zu wechseln oder aufzuhören. Diejenigen, die noch übrig geblieben sind, haben fest auf die Zähne gebissen und Vollgas gegeben.


Vor allem die Defensive war herausragend: 20 Gegentreffer sind Liga-Bestwert. Stimmt also das Sprichwort „Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften“?

Ja, da stimme ich zu. Wir haben mit Toni Tarantino einen der besten Schlussmänner der Region in unseren Reihen, außerdem verrichteten auch unsere Stürmer viel Defensivarbeit. Jeder war fleißig.


Im Angriff hat Jonas Clementi dagegen die Hälfte aller Tore geschossen. Was sagen Sie zu seiner Leistung?

Jonas hätte viel mehr Tore schießen können, 30 Tore sind aber auch nicht schlecht (lacht). Er muss mit den Füßen am Boden bleiben und nächstes Jahr weiterballern!


Nun steht das Abenteuer Oberliga an. Beim letzten Gastspiel in der höchsten regionalen Liga vor drei Jahren folgte nach nur einem Jahr der sofortige Abstieg. Welche Lehren hat man daraus gezogen und mit welchem Ziel geht St. Pauls in die nächste Saison?

Unser Ziel ist sicherlich der Klassenerhalt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir weniger Tore kassieren und mehr Tore schießen als vor drei Jahren. Mit Fabio Zadra hat der Verein einen sehr wertvollen Spieler geholt, der uns sicher verstärkt und der gut in unsere Truppe passt.


Wie sieht es mit Ihrer persönlichen fußballerischen Zukunft aus?

Ich werde auch nächstes Jahr Teil dieser Mannschaft sein. Wir haben ein tolles und harmonisches Team und ich bin stolz, Kapitän dieser Mannschaft zu sein. Fußball macht mir immer noch Spaß und dient für mich auch als Ausgleich zum Beruf, auch wenn es zeitlich und mit unserem strengen Trainerteam nicht immer einfach ist (lacht).





Autor: sportnews