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Matteo Messina Denaro wurde am Montag festgenommen. © ITALIAN CARABINIERI PRESS OFFICE / HANDOUT

„Wie im Wilden Westen“: Ein WM-Held als Augenzeuge

Am Montag hat die italienische Polizei hat den Chef der sizilianischen Cosa Nostra, Matteo Messina Denaro, verhaftet. Ein ehemaliger Fußball-Nationalspieler war zur gleichen Zeit in der Privatklinik „La Maddalena“ in Palermo und berichtete von den Geschehnissen.

Salvatore „Totò“ Schillaci wurde bei der WM 1990 weltberühmt, als er sich mit sechs Treffern den Goldenen Schuh als bester Torschütze des Heim-Turniers holte. Der inzwischen 58-Jährige hielt sich zuletzt zur Behandlung in der Privatklinik „La Maddalena“ in Palermo auf und hat die Festnahme des Maffia-Bosses Matteo Messina Denaro hautnah miterlebt: „Ich war gegen 8.15 Uhr vor dem Eingang. Aber ich kam nicht hinein. Plötzlich sah ich all die vermummten Carabinieri“, erklärte Schillaci gegenüber La Stampa.


Das Militär sperrte alle Zugänge zum Krankenhaus ab, stoppte die Aufzüge und den Verkehr des medizinischen Personals innerhalb der Stationen. Niemand, nicht einmal die Krankenschwestern und Ärzte, wussten, laut Schillaci was vor sich ging. Der gebürtige Sizilianer führte weiter aus: „Die Carabinieri hielten alle auf. Es war ein Irrenhaus, wie eine Szene aus dem Wilden Westen, was da vor sich ging.“

Totò Schillaci war bei der Heim-WM 1990 Italiens Torgarant.


„Beim medizinischen Personal herrschte Enttäuschung darüber, einen Verbrecher behandelt zu haben, ohne zu wissen, wer er ist“, erklärte zudem ein junger Mann, der in diesen Tagen in der Klinik war. Wie Schillaci war er Zeuge der Festnahme von Matteo Messina Denaro.

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