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Martin Sonnerer verwandelte den entscheidenden Siebenmeterwurf zugunsten des SSV Bozen.

SSV Bozen gewinnt auch zweiten Krimi

Handballmeister SSV Bozen Loacker steht erneut im Finale um den Italienpokal. Um dorthin zu gelangen, mussten die Bozner am Samstagabend auch im Semifinale gegen Gastgeber Conversano durch die Siebenmeter-Lotterie wie schon am Freitag gegen Vizemeister Fasano.

„Conversano hat besser gespielt als wir, aber am Ende gaben ein paar Kleinigkeiten den Ausschlag zu unseren Gunsten“, so resümierte Bozens Coach Alessandro Fusina nach dem hochdramatischen 37:36-Sieg nach Siebenmeterschießen ehrlich und deutlich.

Tatsächlich waren die Hausherren beim Final-8-Turnier in der Pala-San-Giacomo-Halle von Conversano über weite Teile der Partie die spielbestimmende Mannschaft und waren ab dem 5:5 in der 10. Minute bis zum 32:30 in der 55. Minute immer in Führung. Vor allem Stabellini (8 Treffer), Sperti (7) und Dedovic (6) brachten die Bozner Abwehr immer wieder in Schwierigkeiten.

Als auch noch der Bozner Spielmacher Mario Sporcic in der 22. Minute mit einer Roten Karte vom Platz gestellt wurde, weil er einem Gegner ins Gesicht geschlagen haben soll, schien das Match gelaufen. Aber vor allem dank den Routiniers Luis Felipe Garta und Dean Turkovic blieben die Bozner am Gegner dran.

Nach dem Ausgleichstreffer von Alessio Moretti zum 32:32 erzielten beide Teams noch je ein Tor und dann war die reguläre Spielzeit um – und es musste wie schon am Vortag gegen Fasano ein Siebenmeterwerfen entscheiden. Und genauso wie gegen Fasano war Bozen auch gegen Conversano die glücklichere Mannschaft – den entscheidenden Siebenmeter der Weißroten verwandelte Martin Sonnerer.

Die meisten Treffer der Bozner erzielten Moretti (8), Dapiran, Gaeta (je 5) und Turkovic (4).

Nun treffen die Bozner am Sonntagabend ab 20 Uhr auf den Regionalrivalen Pressano, der sich im anderen Halbfinale gegen Albatro Syrakus mit 23:18 durchgesetzt hat. Apropos Syrakus: Dort hatte es 2015 auch schon das Italienpokalfinale Bozen-Pressano gegeben, das die Talferstädter mit 25:19 für sich entschieden und den Pokal zum dritten – und bislang letzten – Mal nach Bozen mitbrachten. In den vergangenen beiden Jahren stand Bozen zwar wieder im Finale, verlor aber beide Male gegen Dauerrivale Fasano.

Autor: ds

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