
Lando Norris raste überraschend zur Pole. © APA/afp / THOMAS COEX
Norris holt Pole in Madrid: „Bin schockiert“
Wie aus dem Nichts raste Weltmeister Lando Norris auf die Premieren-Pole auf dem neuen Spektakel-Kurs der Formel 1.
12. September 2026
Von: dpa/dl
Nachdem er zuvor kaum in Erscheinung getreten war, gelang ihm auf der schnellen und anspruchsvollen Strecke in Madrid eine Fabelrunde. Zum dritten Mal in den vergangenen vier Qualifyings fuhr Norris nun auf Platz eins – der Champion ist wieder in WM-Form. „Das war wahrscheinlich eine der besten Runden meiner Kariere“, sagte Norris: „Ich bin schockiert.“
Nur um die Winzigkeit von elf Tausendstelsekunden musste sich Kimi Antonelli geschlagen geben. „Ich dachte, es wäre eine gute Runde gewesen, aber dann hat mir dieser Typ den Platz einfach weggeschnappt“, meinte Antonelli. Der WM-Spitzenreiter verwies seinerseits im Mercedes den viermaligen Weltmeister Max Verstappen im Red Bull auf Platz drei. Dahinter: der siebenmalige Titelträger und WM-Dritte Lewis Hamilton. Nur auf Rang sechs kam Antonellis Teamkollege und erster WM-Verfolger George Russell.
Lando Norris: „Das war eine der besten Runden meiner Kariere. © ANSA / JJ GUILLEN
Wie wichtig der Startplatz auf dem neuen Kurs sein wird, zeigt sich an diesem Sonntag (15.00 Uhr) im Rennen. „Keiner weiß, was passieren wird“, erklärte Hamilton. Die Vermutung liegt nahe, dass Überholen auf dem engen Kurs eine besondere Herausforderung werden könnte. Auslaufzonen – Mangelware. Platz – Mangelware. Dafür Mauern und Barrieren, mit denen auch Rekordweltmeister Hamilton schon vor der K.-o.-Ausscheidung Bekanntheit gemacht hatte.
Hamiltons Einschlag und was danach passierte
Im dritten Freien Training hatte er sich verbremst, die Front wurde beim Einschlag demoliert. Hamilton setzte aber zurück und wollte den Wagen in die Box steuern – entgegen der Anweisung des Teams. Letztlich gehorchte der 41 Jahre alte Brite dann doch.In der Pause bis zum Qualifying machten die Mechaniker den Ferrari wieder fahrtüchtig. Beim Haas von Oliver Bearman, der noch deutlich heftiger eingeschlagen war, klappte das nicht. Er konnte nicht antreten.
Mehr als 40 Jahre nach dem letzten Formel-1-Rennen nahe Madrids blieb das auch nicht ausgeschlossene Chaos in der Königsklasse aus. Tags zuvor hatte es in der Formel 2 ein ordentliches Crash-Festival gegeben.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.


Kommentare (0)