
Carlos Alcaraz fällt noch länger aus. © AFP / KIRILL KUDRYAVTSEV
Alcaraz-Verletzung: Wie schlimm ist es wirklich?
Am Dienstag wurde bekannt, dass Carlos Alcaraz nach den French Open auch noch Wimbledon auslassen wird. Da drängt sich die Frage auf, wie schwer seine Handgelenkverletzung wirklich ist.
20. Mai 2026
Von: dl
Die Lage klingt inzwischen deutlich ernster als zunächst kommuniziert. Alcaraz hat nach den French Open jetzt auch Wimbledon abgesagt, weil seine Verletzung am rechten Handgelenk offenbar noch nicht stabil genug verheilt ist. Der siebenfache Grand-Slam-Sieger hatte sich die Verletzung in Barcelona zugezogen, das Heimturnier im April beendete er vorzeitig. Anschließend war er auch in Madrid und Rom nicht einsatzfähig.
Betroffen ist das rechte Handgelenk; spanische Medien vermuten eine TFCC-Verletzung (Triangular Fibrocartilage Complex), also eine komplizierte Struktur zur Stabilisierung des Handgelenks. Ärzte warnten davor, dass solche Verletzungen bei zu frühem Comeback chronisch werden können. Im schlimmsten Fall wurde sogar eine Pause von drei bis sechs Monaten erwähnt.
Kein Risiko eingehen
Die Tatsache, dass Alcaraz jetzt auch noch Wimbledon auslässt – ein Turnier, das er bereits zweimal gewonnen hat –, dann ist das normalerweise kein „kleiner Rückschlag“ mehr. Sein Team scheint bewusst kein Risiko eingehen zu wollen, damit daraus keine dauerhafte Handgelenkgeschichte wird. Prominente Vorgänger gibt es bereits, wie Juan Martin del Potro oder Dominic Thiem, die nach ihren Verletzungen bzw. Operationen am Handgelenk nie mehr die Alten wurden.Dominic Thiem wurde nach seiner Handgelenksverletzung nie mehr der Alte. © APA / AL BELLO
Deshalb werden der 23-Jährige und sein Team lieber Vorsicht walten lassen. Vorerst bestreitet Alcaraz also mindestens mal bis nach Wimbledon, also Mitte Juli, kein Match mehr. Jannik Sinner könnte in der Weltrangliste derweil weiter davonziehen. Doch die Tennis-Welt sehnt sich schon jetzt wieder nach dem Zweikampf der beiden.
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