AUDIO | Sinner schwärmt: „Atmosphäre isch brutal schien“
Genauso hat sich Jannik Sinner seinen Start bei den ATP Finals in Turin erträumt. Mit einem konzentrierten Auftritt wies er Felix Auger-Aliassime in die Schranken. Kein Wunder, dass er anschließend auf der Pressekonferenz eine rundum positive Bilanz zog.
11. November 2025
Aus Turin
Von:
Leo Holzknecht
Nur zehn verlorene Punkte bei eigenem Service, kein zugelassener Breakball, eine Aufschlagquote von 71 Prozent – die Zahlen des ersten Sinner-Matches bei den ATP Finals sprechen für sich. Der 24-Jährige fuhr durch das 7:5, 6:1 gegen den Kanadier seinen sechsten Sieg in Folge in Turin ein – ohne auch nur einen einzigen Satz zu verlieren.
Es war zugleich sein 15. Erfolg gegen einen Top-10-Spieler in der laufenden Saison, womit er einen neuen persönlichen Rekord aufstellte. „Er hat heute sehr aggressiv gespielt, weshalb ich froh bin, einen sehr schweren Test überstanden zu haben“, betonte Sinner im Platzinterview (das Exklusiv-Gespräch mit Sinner gibt's hier oben im Audio).
Auf der Pressekonferenz ging der Sextner dann etwas mehr ins Detail: „Es war sehr wichtig, gut und mit einer hohen Konzentration ins Spiel zu starten. Ich finde, dass das Niveau sehr hoch war – jedenfalls bis zum 6:5 des ersten Satzes. Was danach passiert ist, hat jeder gesehen“, sprach Sinner die Wadenverletzung des Kanadiers an. „Ich hatte schon bei 5:4 meine Chancen, aber dass man wie ich zwei Returns ins Netz schlägt, kann passieren. Er hat im Vergleich zum Paris-Finale einige Dinge verändert, aber ich war darauf vorbereitet.“ Mit dem frühen Break im zweiten Satz sei dann alles einfacher gewesen.
Auger-Aliassime sucht keine Ausreden
Besonders angetan war Sinner an diesem Abend von seinem Aufschlag. Die Zahlen bestätigen seinen Eindruck, da er im ersten Satz keinen einzigen Punkt mit dem ersten Service verlor. „Dieser Schlag hilft mir in den letzten Wochen sehr. Heute habe ich vor allem in den wichtigen Punkten gut aufgeschlagen. Auf diesem Platz, der immer schneller wird, ist dieser Schlag von fundamentaler Bedeutung“, so Sinner.Der Kanadier wurde an der Wade behandelt. © ANSA / Alessandro Di Marco
Sein Gegner schob die Niederlage unterdessen nicht auf die verletzte Wade. „Jannik ist überall schwer zu bezwingen, doch hier umso mehr. Er hat heute großartig begonnen und nie nachgelassen. Er ist der Spieler, den es hier zu schlagen gilt“, erklärte Auger-Aliassime, der hinzufügte: „Ich bin wegen der Wade nicht besorgt. Man muss einfach anerkennen, wenn der Gegner besser ist. Und das war Jannik heute.“
Der Kanadier ist zuversichtlich, dass er zu seinem zweiten Gruppenspiel gegen Ben Shelton am Mittwoch antreten kann. Sinner stellt sich unterdessen auf ein „sehr schweres“ Match gegen Alexander Zverev ein. Es ist das dritte Duell mit dem Deutschen binnen weniger Wochen.
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