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Jannik Sinner kann 2026 einen weiteren Meilenstein erreichen. © ANSA / NEIL HALL

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Jannik Sinner kann 2026 einen weiteren Meilenstein erreichen. © ANSA / NEIL HALL

Auf „fremdem“ Terrain: So golden kann das Sinner-Jahr werden

Mit 24 Jahren blickt Jannik Sinner bereits auf eine Bilderbuchkarriere. Im Jahr 2026 steht der Superstar aus Südtirol vor einem bedeutsamen Meilenstein – doch Carlos Alcaraz könnte ihm zuvorkommen.

Was will man eigentlich mehr? In den zurückliegenden zwölf Monaten knackte Jannik Sinner so manch beeindruckende Marke: Als zweiter Spieler der Geschichte gewann der Sextner die ATP Finals zweimal in Folge ohne Satzverlust, als erster Spieler seit Roger Federer (2004-2006) wies er in zwei aufeinanderfolgenden Jahren eine Siegquote von mehr als 90 Prozent vor. Nicht zuletzt avancierte er zum jüngsten Profi der Geschichte, der innerhalb einer Saison bei allen Grand-Slam-Turnieren im Finale stand. Seine Titel bei den Australian Open und in Wimbledon – sowohl historisch als auch episch.


Auf diesem Höhenflug erlebte Sinner jedoch auch, wie selbst Kleinigkeiten größte Auswirkungen haben können: Das Drama im Endspiel der French Open, in welchem er gegen Carlos Alcaraz drei Matchbälle vergeben hatte, ist mittlerweile bestens bekannt. Im Rückblick trennen den Südtiroler jene bitteren Momente in Paris von einem bemerkenswerten Meilenstein – dem Karriere-Grand-Slam. Bislang gelang es in der Open Era nämlich nur Andre Agassi (1999), Roger Federer (2009), Rafael Nadal (2010) und Novak Djokovic (2016) alle vier Major-Turniere im Laufe einer Karriere zu gewinnen.

Sinner träumt – und was macht Alcaraz?

Die Australian Open (2024, 2025), Wimbledon (2025) und die US Open (2024) hat Sinner bereits in der Tasche, bei den French Open 2026 könnte ihm also bereits der ganz große Coup gelingen. Die Nummer zwei der Welt hat ihr Schicksal jedenfalls selbst in der Hand. Aber kommt Sinner ausgerechnet sein Erzrivale zuvor? Wie es der Zufall will, greift nämlich auch Alcaraz im neuen Jahr nach dem Karriere-Grand-Slam und hat bereits bei den Australian Open (12. Jänner bis 1. Februar) seinen „Matchball“.

Carlos Alcaraz bietet Jannik Sinner in einem weiteren Wettstreit die Stirn. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

Carlos Alcaraz bietet Jannik Sinner in einem weiteren Wettstreit die Stirn. © APA/afp / HENRY NICHOLLS


Der Weltranglistenerste aus Murcia hat sowohl die French Open (2024, 2025), Wimbledon (2023, 2024) sowie die US Open (2022, 2025) jeweils zweimal gewonnen. Einzig in Melbourne kam er noch nie über das Viertelfinale hinaus. „Die Australian Open sind definitiv mein größtes Ziel“, blies der Spanier, der jüngst wegen seiner Trennung von Trainer Juan Carlos Ferrero für Schlagzeilen sorgte, zum Angriff.

Wer erobert das Königreich des Rivalen?

Brisant: Um an das fehlende Puzzlestück in ihrem Palmarès zu gelangen, müssen Sinner und Alcaraz jeweils das Königreich ihres Rivalen erobern. So feierte etwa der Grand-Slam-Champion aus dem Pustertal nur vier seiner 25 Titel auf der ATP-Tour auf Sand, während sein spanischer Konkurrent fast die Hälfte seiner 24 Karrieretitel auf dem roten Belag errang. Auf der anderen Seite gilt Sinner auf Hartplatz als nahezu unbezwingbar: 2025 lautete seine Bilanz dort 39:2, auf die ganze Karriere bezogen 227:52. In Australien ist der zweimalige Triumphator seit Jänner 2023 ungeschlagen, Alcaraz in Roland-Garros dafür seit Juni 2023.

Jannik Sinner ist auf Hartplatz eine Macht. © AFP / MARCO BERTORELLO

Jannik Sinner ist auf Hartplatz eine Macht. © AFP / MARCO BERTORELLO


Bei den Australian Open würden die beiden aufgrund ihrer Platzierungen in der Weltrangliste frühestens im Finale aufeinandertreffen. Ein Szenario, welches im zurückliegenden Jahr dreimal eingetreten ist.

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