
Sinner im Interview mit Jim Courier. © APA/afp / DAVID GRAY
„Bin nicht gut in Mathe“: Sinner bringt Arena zum Lachen
Mit einem fulminanten Sieg ist Jannik Sinner am Mittwoch ins Halbfinale der Australian Open eingezogen. Anschließend brachte er die Rod Laver Arena zum Lachen.
28. Januar 2026
Von: det
Die Rod Laver Arena ist das größte Stadion im Melbourne Park, also dem Tennis-Komplex der Australian Open. Knapp 15.000 Zuschauer finden darin Platz – und sie wurden am Mittwoch von Jannik Sinner regelrecht verwöhnt. Zunächst mit seinem herausragenden Match gegen Ben Shelton, den er in drei Sätzen abfertigte und somit ins Halbfinale rauschte. Dann mit seinem Siegerinterview, dem es nicht an Humor mangelte.
Nach dem verwandelten Matchball, nach dem Handshake mit dem besiegten Shelton, nach einem kurzen „Frischmachen“ auf der Spielerbank, trat Sinner in die Mitte des Platzes, wo Jim Courier bereits wartete. Der US-Amerikaner, der in seiner Karriere vier Grand-Slam-Titel errungen hat, ist in Melbourne als Interviewer am Start. Und er stellte Sinner eine interessante Frage.
Sinner ist ein Gewinner. © APA/afp / WILLIAM WEST
„Ben Shelton“, begann Courier, „hat den härtesten Aufschlag auf der Tennis-Tour. Heute erreichte er bis zu 232 km/h. Von dem Moment, in dem der Ball seinen Schläger verlässt, und dem Moment, in dem die Kugel auf dein Racket trifft, vergeht eine halbe Sekunde. Wie schaffst du es, da so gut zu reagieren und zu returnieren?“ Sinner war sichtlich baff von diesen Rechnereien. Und mit einem verschmitzten Lächeln sagte er: „Ich bin nicht gut in Mathe, deshalb danke für die Aufklärung!“ Und auf den Rängen gab es großes Gelächter.
Ein spektakuläres Foto der Rod Laver Arena. © APA/afp / WILLIAM WEST
„Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich das mache. Es ist vermutlich der Instinkt. Nicht immer zählt die größte Power. Aber es ist definitiv eine der schwierigsten Herausforderungen auf der Tour, diesen Aufschlag zu bändigen. Auch sein zweiter Service kommt mit viel Spin. Ich bin froh, dass ich heute so gut returniert habe.“
„Ein Profi wie er macht dich in jedem Spiel besser, egal, wie es am Ende ausgeht.“ Jannik Sinner über Novak Djokovic
Nun steht ein ganz großer Leckerbissen auf dem Programm. Im Halbfinale am Freitag trifft Sinner nämlich auf den großen Novak Djokovic, den 24-maligen Grand-Slam-Sieger. Zum bereits fünften Mal stehen sich der Sextner und der Serbe in einem Major-Halbfinale gegenüber. „Das sind die Momente, für die du Tennis spielst. Wenn du hier gewinnen willst, musst du dein allerbestes Tennis zeigen. Gegen einen Profi wie ihn zu spielen, ist immer besonders, weil er dich selbst besser macht – egal, wie am Ende das Resultat lautet.“
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