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„Danke für die Erinnerung“: Sinner witzelt über Hitze

Jannik Sinner hat am Dienstag beim Rasen-Klassiker in Wimbledon die nächste Prüfung souverän gemeistert. Den Deutschen Jan-Lennard Struff schlug er glatt in drei Sätzen. Kein Wunder, dass er nach dem Match hellauf begeistert war.

Leicht in die Box grinsend und sichtlich glücklich schritt Jannik Sinner nach dem 7:5, 7:6, 6:3-Sieg zum Siegerinterview. Erneut bot der 24-Jährige eine Leistung, die der eines Dieselmotors stark ähnelte. Er begann unsicher, mit teils ungewohnten Fehlern, fand jedoch, je länger das Match dauerte, immer besser seinen Rhythmus von der Grundlinie. Der Aufschlag ist seit Turnierbeginn ohnehin eine Bank – auch gegen Struff schlug Sinner wieder 16 Asse.


„Zuallererst ist es sehr schwer, gegen ihn zu spielen. Er verdient alles, was er in seiner Karriere erreicht hat, weil er auf und abseits des Platzes ein großartiger Mensch ist“, fand der Südtiroler lobende Worte für Struff. „Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass er besser reingekommen ist, während ich mich noch schwergetan habe. Durch meinen Aufschlag habe ich zu mir gefunden.“

Jannik Sinner wie er leibt und lebt. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Jannik Sinner wie er leibt und lebt. © APA/afp / ADRIAN DENNIS


Der zweite Satz sei ihm hingegen fast entglitten. Der Weltranglistenerste führte schon mit einem Break, gab dieses jedoch prompt wieder ab und musste sogar einen Satzball abwehren, ehe er durch einen konzentriert gespielten Tiebreak mit bärenstarken Aufschlägen die 2:0-Satzführung fixierte. „Ich habe den Breakvorsprung nicht nutzen können. Der Tiebreak ist immer eine 50:50-Entscheidung. Umso wichtiger war es, mit 2:0 vorzulegen. Das hat mir geholfen, etwas entspannter aufzutreten. Ich bin sehr glücklich, das Match in drei Sätzen beendet zu haben“, erklärte Sinner.

Sinner beweist Humor

Als er von Lee McKenzie auf die in London herrschende Hitze und das Paris-Aus angesprochen wurde, antwortete Sinner humorvoll. „Danke, dass du mich daran erinnerst. Wir haben viel in diese Richtung gearbeitet, um zu verstehen, was falsch gelaufen ist. Das heute war ein großer Test, aber physisch habe ich mich sehr gut gefühlt. Es war wieder ein Schritt nach vorne.“

Jan-Lennard Struff hielt stark dagegen. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Jan-Lennard Struff hielt stark dagegen. © APA/afp / ADRIAN DENNIS


Stolz zeigte sich hingegen Struff, der in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale einen mutigen Auftritt bot. „Im dritten (Satz) ist die Energie leider weggegangen für ein, zwei Spiele, das hat er dann gnadenlos ausgenutzt“, sagte Struff. „Ich war topmotiviert, aber den Fokus zu halten, das war schwierig.“

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