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Jannik Sinner steht im Halbfinale von Wimbledon. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

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Jannik Sinner steht im Halbfinale von Wimbledon. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

Sinner nimmt Struff den Wind aus den Segeln

Jannik Sinner kommt in Wimbledon immer besser in Fahrt: Am Dienstag feierte der Titelverteidiger gegen Überraschungsmann Jan-Lennard Struff einen klaren Sieg.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad und wolkenlosem Himmel zog Sinner zum insgesamt dritten Mal im Südwesten Londons ins Halbfinale ein. Der Südtiroler setzte sich gegen Struff (ATP 74) in drei Sätzen mit 7:5, 7:6(4) und 6:3 durch. Der Deutsche stand im Alter von 36 Jahren zum ersten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier in der Runde der letzten acht. Gegen Sinner war für den Aufschlagriesen trotz einer soliden Leistung aber nichts zu machen.


Im ersten Satz servierten beide bis zum Stand von 5:5 stark. Dank zweier starker Returns und eines Vorhandwinners hatte der Weltranglistenerste dann drei Breakchancen. Die ersten beiden wehrte Struff jeweils per Ass ab, den dritten verwandelte Sinner mit einem Returnwinner. Anschließend ließ sich der Favorit nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.


Im zweiten Durchgang, in dem es eine kuriose Szene gab, gelang Sinner gleich ein Break. Doch wer dachte, dass der Pusterer jetzt leichtes Spiel hätte, hat sich getäuscht. Struff schaffte das Rebreak und hatte beim Stand von 5:4 gar einen Satzball, den Sinner mit einem starken Aufschlag abwehrte. Im Tiebreak behielt Sinner dann am Ende souverän die Oberhand.

Der letzte Satz war dann eine relativ klare Angelegenheit: Beim Stand von 4:3 nutzte Sinner den zweiten Breakball aus. Struff brachte hingegen immer seltener den ersten Aufschlag ins Feld. Nach 2:37 Stunden nutzte Sinner dann gleich den ersten Matchball. Nun hat der Sextner zwei Tage Zeit zum Durchschnaufen. Im Gegensatz zu den French Open machte ihm dieses Mal die Hitze nicht zu schaffen.

Halbfinale gegen Djokovic?

Im Halbfinale am Freitag trifft Sinner auf den Sieger der Partie zwischen Novak Djokovic und Félix Auger-Aliassime, die direkt im Anschluss stattfindet. Während der Pusterer gegen den Kanadier zuletzt fünf Siege in Serie gefeiert hatte, gab es gegen den Serben im Jänner bei den Australian Open eine überraschende Halbfinal-Pleite.

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