S+
Jannik Sinner greift am Mittwochmorgen nach dem Halbfinale. © ANSA / JOEL CARRETT

T Tennis

Jannik Sinner greift am Mittwochmorgen nach dem Halbfinale. © ANSA / JOEL CARRETT

Das Halbfinale ruft: Sinner trifft auf sein Titel-Omen

Am Mittwochmorgen ist Jannik Sinner im Viertelfinale der Australian Open gefordert. Dort trifft er auf einen seiner absoluten Lieblingsgegner und könnte ganz nebenbei mit einem gewissen Roger Federer gleichziehen.

Die Entwarnung vorneweg: Eine Hitzeschlacht wie in der 3. Runde gegen den US-Amerikaner Eliot Spizzirri erwartet Jannik Sinner am Mittwoch nicht. Für den Kampf um das Halbfinale zwischen dem Superstar aus Südtirol und seinem Herausforderer Ben Shelton (ab 9.00 Uhr im SportNews-Liveticker) sind vergleichsweise milde Temperaturen im Bereich von 21 Grad Celsius prognostiziert worden. Optimale Voraussetzungen für ein Match, in welchem es Sinner mit einem der Showmen der ATP-Tour zu tun bekommt. Vor allem mentale Stärke wird gegen den Weltranglistensiebten Shelton gefragt sein.


Immerhin ist der 23-Jährige, der im vergangenen Jahr in Toronto seinen ersten Masters-Titel eroberte, dafür bekannt, das Publikum mit spektakulären Schlägen und seinem Sinn für Entertainment aufzustacheln und auf seine Seite zu ziehen. Die Tatsache, dass er der zurzeit beste Linkshänder der Tennis-Welt ist, macht die Aufgabe nicht einfacher.

Sinner und das goldene Shelton-Omen

Letzteres mag auf dem Court für eine andere Dynamik sorgen als gewohnt – beispielsweise ist die Rückhand gegen Linkshänder häufiger gefordert – doch in der jüngeren Geschichte hatte Sinner damit keine Probleme. Oder um es mit anderen Worten auszudrücken: Shelton hatte im direkten Vergleich mit dem viermaligen Grand-Slam-Sieger überhaupt nichts zu melden. Die zurückliegenden acht von insgesamt neun Begegnungen auf der ATP-Tour entschied der 24-Jährige aus dem Pustertal allesamt für sich, keinen einzigen Satz gab er dabei aus der Hand (19:0). Das allererste Duell zwischen den beiden im Achtelfinale von Shanghai 2023 ging an Shelton (2:6, 6:3, 7:6).

Die Bilanz von Ben Shelton gegen Jannik Sinner sieht alles andere als rosig aus. © ANSA / JAMES ROSS

Die Bilanz von Ben Shelton gegen Jannik Sinner sieht alles andere als rosig aus. © ANSA / JAMES ROSS


Letztmals standen sich Sinner und Shelton in der Vorrunde der ATP Finals 2025 gegenüber, ersterer siegte mit 6:3, 7:6 und bestätigte mit dem darauffolgenden Turniersieg eine goldene Regel. Seit dem Masters-Turnier in Shanghai im Oktober 2024 holte Sinner nämlich jedes Mal den Titel, nachdem er Shelton aus dem Wettbewerb gekegelt hatte. Dies war damals in der chinesischen Metropole sowie im Jahr 2025 bei den Australian Open, in Wimbledon, beim ATP-Masters in Paris und den zuvor erwähnten Finals der Fall gewesen. Ein Sieg wäre demnach ein goldenes Omen.

Sinner könnte mit Federer gleichziehen

Neben dem neunten Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere winkt Sinner am Mittwoch übrigens auch ein besonderer Meilenstein. Mittlerweile hält der Weltranglistenzweite nämlich bei 18 aufeinanderfolgenden Siegen bei den Australian Open. Nur fünf Mal erspielte sich ein Athlet eine noch längere Serie als der zweimalige Triumphator von Melbourne.

Zweimal hat Jannik Sinner die Australian Open schon gewonnen. © ANSA / JOEL CARRETT

Zweimal hat Jannik Sinner die Australian Open schon gewonnen. © ANSA / JOEL CARRETT


Zwischen 2019 und 2024 feierte Novak Djokovic dort 33 Siege in Folge, hinter dem serbischen Rekord-Grand-Slam-Champion folgen Andre Agassi (26/2000-04), erneut Djokovic (25/2011-14), Ivan Lendl (20/1989-91) und Roger Federer (19/2006-08). Sollte Sinner ins Halbfinale einziehen, würde er in diesem Ranking also mit dem Schweizer Großmeister gleichziehen.

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH