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Jannik Sinner wurde von der Tennis-Legende Roger Federer gelobt. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV

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Jannik Sinner wurde von der Tennis-Legende Roger Federer gelobt. © APA/afp / KIRILL KUDRYAVTSEV

Der Beste und ein Genie als Rivalen: Federer adelt Sinner

Tennis-Ikone Roger Federer hat die Frage nach dem besten Spieler der Welt beantwortet – und mit Jannik Sinner einen klaren Favoriten auserkoren.

Zweieinhalb Monate war Jannik Sinner mittlerweile nicht mehr auf dem Court zu sehen, seit seinem Triumph in Wimbledon laboriert an einer Knieverletzung. An diesem Zustand wird sich nicht so schnell etwas ändern: Erst vor wenigen Tagen sagte Sinner seine Teilnahme am ATP-Turnier in Peking ab. Trotzdem rangiert der 25-Jährige weiterhin auf Platz eins der Weltrangliste – und hat trotz der Titel und Höhenflüge seiner Konkurrenz auch bei so manchem prominenten Beobachter die Nase vorn.


„Mit seinen Siegen in diesem Jahr hat Sinner bewiesen, dass er der beste Spieler ist“, wurde Roger Federer im Rahmen des Laver Cups von der Gazzetta dello Sport zitiert. „Jetzt ist er verletzt, aber bis dahin hat er großartiges Tennis gespielt.“

„Wenn Jannik auf dem Platz stand, war er der Beste. Das spiegelt auch das Ranking wider.“ Roger Federer

Im vergangenen Mai hatte Sinner nach Novak Djokovic als erst zweiter Spieler der Geschichte das Golden Masters – der Gewinn aller Masters-Turniere auf der ATP-Tour – vollendet und ganz nebenbei die ersten fünf Turniere der 1000er-Kategorie für sich entschieden. Eine Konstanz, die ihresgleichen suchte und deren Wucht von der darauffolgenden Verletzungsphase nicht getrübt werden kann. „Was hat eine Verletzung mit dem Niveau zu tun?“, fragte Federer im Interview mit TNT Sports und unterstrich den unangefochtenen Status des Südtiroler Superstars. „Wenn Jannik auf dem Platz stand, war er der Beste. Das spiegelt auch das Ranking wider.“

Federer über Alcaraz und Zverev als Sinner-Rivalen

Wird von Sinner gesprochen, ist die Überleitung zu Carlos Alcaraz nicht allzu kompliziert. Der spanische Ausnahmespieler hatte in den vergangenen Monaten ebenso mit einer hartnäckigen Verletzung zu kämpfen, mittlerweile steht der siebenmalige Grand-Slam-Champion aber wieder auf dem Platz und feierte bei den US Open mit dem Viertelfinaleinzug ein beachtenswertes Comeback.

Carlos Alcaraz steht wieder auf dem Platz. © APA/afp / HENRY NICHOLLS

Carlos Alcaraz steht wieder auf dem Platz. © APA/afp / HENRY NICHOLLS


„Wir wissen, wenn Carlos auf sein Niveau zurückkehrt, kann er auch der beste Spieler sein“, so Federer weiter. „Ihm beim Spielen zuzusehen, ist einfach eine Freude. Dieser Junge ist ein Genie auf dem Platz. Es ist unglaublich, wie viele verschiedene Schläge er kreieren kann.“ Aber: „Das Problem ist, dass er manchmal sogar zu viele Möglichkeiten hat und sich in all diesen Optionen ein wenig verlieren kann.“

Sinner, Alcaraz – oder doch Zverev?

Sinner und Alcaraz verzücken nun seit geraumer Zeit Fans auf der ganzen Welt – das Momentum ist seit Kurzem jedoch auf der Seite von Alexander Zverev, der sowohl die French Open als auch die US Open für sich entschied. Sollte Sinner dem Geschehen auf der Tour noch länger fernbleiben, würde der Hamburger in der Weltrangliste wohl an ihm vorbeiziehen. Aber würde es auch im direkten Duell mit den beiden Himmelsstürmern reichen?

„Sascha ist endlich dort angekommen, wo wir uns immer erhofft haben, dass er mal sein wird. Er ist ein Grand-Slam-Champion“, lobte Federer. „Deshalb könnte man auch argumentieren, dass er aktuell in einem direkten Duell 'der Spieler' wäre.“

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