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Jannik Sinner posiert im Kolosseum. © FITP / GIAMPIERO SPOSITO

Der Südtiroler Gladiator im Kolosseum

Jannik Sinners Terminmarathon geht am Donnerstag mit dem Empfang beim Staatspräsidenten Sergio Mattarella zu Ende. 24 Stunden zuvor wurde dem Australian-Open-Champion eine besondere Ehre zuteil: Nach der Pressekonferenz im Sitz des italienischen Tennisverbandes FITP stand ein Fotoshooting im Kolosseum auf dem Programm.

Einen besseren Ort für das Fotoshooting zu seinem ersten Grand-Slam-Titel hätte man nicht auswählen können: Jannik Sinner, der sich in Melbourne wie ein Gladiator zum Sieg gegen Daniil Medvedev gekämpft hatte, präsentierte im Kolosseum den Norman Brookes Challenge Cup. Der Anblick war für den Sextner so besonders, dass auch er zum Handy griff und den einen oder anderen Schnappschuss machte. Dass die Feierlichkeiten in Rom über die Bühne gehen, hat aber auch einen traurigen Hintergrund, wie Sinner auf der PK verriet.


Auf dieser schaffte Sinner zudem Klarheit, ob er beim Musikfestival in Sanremo auftreten wird. „Ich werde von zu Hause aus mitfiebern“, betonte der Weltranglisten-4.: „Nach diesen zwei Tagen hier in Rom werde ich wieder mit dem Training beginnen. Ich schaue schon nach vorne.“ Das nächste Turnier steht am 12. Februar in Rotterdam an.

Ein Dank an Alex Vittur

Die rund 50-minütige Pressekonferenz lieferte zahlreiche interessante Aussagen des Sextners. So dankte er unter anderem seinem Manager, Alex Vittur, der in seinem Team eine Vaterrolle einnimmt. „Ich habe ihn kennengelernt, als ich etwa 13 Jahre alt war. Er ist sehr wichtig für mich. Wenn ich ein Problem habe, gehe ich zu ihm. Er ist der Mensch, der mich am besten versteht.“ Durch den 39-Jährigen sei auch der Kontakt zum jetzigen Trainer Simone Vagnozzi zustande gekommen, weil diese gute Freunde sind. „Ich muss Alex für viele Dinge danken. Es wird wenig über ihn gesprochen, weil er es auch so will, also sage ich auch wenig“, so Sinner mit einem Schmunzeln.

Jannik Sinner stellte sich den Fragen der Journalisten. © FITP / GIAMPIERO SPOSITO


Vittur sei es auch gewesen, der ihm die Gratulationen seines ersten Trainers Heribert Mayr gezeigt habe: „Heribert ist ein großartiger Mensch. Als ich seine Nachricht gesehen habe, wurde ich emotional. Ich muss mich bei ihm bedanken, denn neben Andreas Schönegger war er mein einziger Trainer in Südtirol“, betonte der 22-Jährige.

Den Erfolgshunger, den Sinner so auszeichnet, hat er mit dem Gewinn seines ersten Grand Slams nicht verloren, im Gegenteil. „Das ist nicht das Ende der Saison. Jetzt gehen wir bei jedem Turnier aufs Ganze. Ich habe mehr Selbstvertrauen. Es wird gute Wochen geben, aber auch weniger gute“, betont Sinner. Er habe seinem Team aufgrund dessen am Mittwoch geschrieben: „Wir müssen uns wieder an die Arbeit machen.“ Es ist diese Siegermentalität, die Sinner auszeichnet.

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