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Jannik Sinner ist auf Kurs. © APA/afp / IZHAR KHAN

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Jannik Sinner ist auf Kurs. © APA/afp / IZHAR KHAN

Dieser Sinner-Schlag ist so gut wie noch nie

Auch in seinem zweiten Match bei den Australian Open machte Jannik Sinner mit seinem Gegner James Duckworth kurzen Prozess. Der 24-Jährige stellte dabei einen Rekord auf und bewies, dass ein ehemaliger Schwachpunkt längst zu einer Stärke geworden ist.

Als Jannik Sinner seine ersten Schritte auf der ATP Tour machte, sagte er selbst, dass er bei seinem Service das größte Verbesserungspotenzial sehe. Er sollte recht behalten, denn inzwischen gehört der Sextner zu den besten Aufschlägern der Welt. Am Donnerstag lieferte er in seinem Zweitrundenmatch den nächsten Beweis: Gegen den Australier James Duckworth platzierte er 18 Asse – und damit so viele wie noch nie zuvor in einem Grand-Slam-Match.


Rückblende: Nachdem Sinner das US-Open-Finale 2025 nicht zuletzt wegen des wackligen Aufschlags gegen Carlos Alcaraz verlor (damals brachte er weniger als 50 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld), entschied er sich mit seinem Team zu einer Veränderung der Aufschlagsbewegung. Diese trug schon gegen Ende des letzten Jahres ihre Früchte und ist auch jetzt in Melbourne für starke Zahlen verantwortlich: Neben dem angesprochenen Asse-Rekord ist Sinner im Turnierverlauf auch noch kein einziges Mal gebreakt worden. Kein Wunder, gewinnt er doch 86 Prozent aller Punkte mit seinem ersten Service.

Sinner voll des Lobes

„Jedes Match, jeder Gegner ist anders“, analysierte der Sextner nach der Partie. „Duckworth stand heute beim Return sehr nahe an der Grundlinie, wodurch es etwas einfacher war, Asse zu schlagen. Generell gibt es Matches, in denen ich mich – so wie heute – sehr sicher fühle, und andere, in denen ich hingegen mehr Mühe habe“, erklärte Sinner, dessen Quote bei den ersten Aufschlägen bei rund 65 Prozent lag.

Eine Waffe: Der Sinner-Aufschlag. © APA/afp / DAVID GRAY

Eine Waffe: Der Sinner-Aufschlag. © APA/afp / DAVID GRAY


Auf der Pressekonferenz ging der Weltranglisten-Zweite noch weiter ins Detail. „Es ist wichtig, im Verlauf eines Matches zu erkennen, welcher Aufschlag einem die besten Gewinnchancen bietet. In entscheidenden Momenten vertraut man diesem Service dann am meisten – zugleich ist es aber von Bedeutung, immer wieder Variationen einzubauen, um nicht berechenbar zu werden“, so Sinner. Der 24-Jährige betonte zudem, dass jeder Spieler eine andere Mentalität habe, was sich auch in der Art und Weise widerspiegele, wie jemand aufschlägt.

Fest steht: Obwohl es sich beim Sinner-Aufschlag seinen Aussagen zufolge immer noch um eine Baustelle handelt, ist dessen Effizienz schon jetzt ungemein groß. Als Nächstes wird Eliot Spizzirri (ATP 85) versuchen, diesen Schlag zu entschärfen. Der US-Amerikaner ist nämlich Sinners Gegner in der dritten Runde.

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