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Der König von Miami: Jannik Sinner © APA / MATTHEW STOCKMAN

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Der König von Miami: Jannik Sinner © APA / MATTHEW STOCKMAN

„Ehrlichkeit ist sehr wichtig“: Sinner verrät sein Geheimnis

Als erster Spieler in der Geschichte des Tennissports gewann Jannik Sinner am Sonntagabend das Sunshine Double ohne Satzverlust. Das Geheimnis hinter dem Erfolg gab der Sextner nach diesem historischen Triumph preis.

Zuerst der erste Erfolg beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells, jetzt der Sieg in Miami: Die letzten Wochen hätten für den 24-Jährigen wahrlich nicht besser laufen können. Der bittere Saisonstart mit dem Halbfinalaus bei den Australian Open und dem frühen Ausscheiden in Doha ist längst Schnee von gestern. „Ich versuche stets, nach Erfolgen nicht zu euphorisch zu werden und gleichzeitig positiv zu bleiben, wenn ich verliere. Gegen Novak Djokovic, den größten Spieler aller Zeiten, kann man in Melbourne schon den Kürzeren ziehen. Das Doha-Turnier war trotz der Niederlagen nutzbringend, weil ich viel Wert darauf gelegt habe, wie ich spielen will“, meinte Sinner.


In den darauffolgenden Wochen legte er und sein Team die Basis für das Sunshine Double. Vor allem am Aufschlag, der in den Vereinigten Staaten – statistisch gesehen – so gut funktionierte wie noch nie zuvor, habe er mit seinem Team stark gefeilt. „Es steckt sehr viel Arbeit dahinter“, betonte Sinner. „Und auch sehr viel Glauben in mein Team. Ehrlichkeit von meinen Trainern ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Auch wenn man jung ist und Erfolg hat, ist eine konstante Weiterentwicklung vonnöten. Wenn ich jetzt den gleichen Service wie vor drei Jahren hätte, wäre ich wohl nicht hier. Ich warte für Veränderungen nicht einen Trainingsblock ab, sondern stelle auch während der Turniere Dinge um. Das ist mein Geheimnis.“

Jetzt kommt der Sand

Der Gewinn des Sunshine Double bedeutet ihm unterdessen sehr viel. „Es übersteigt all meine Erwartungen. Heute waren die Bedingungen wegen des Regens langsamer als in den letzten Tagen, weswegen ich versucht habe, aggressiver zu spielen. Körperlich habe ich mich sehr gut gefühlt, was auch mit dem Aufschlag zu tun hat, der mir immer wieder freie Punkte bescherte“, analysierte Sinner nach dem 6:4, 6:4-Sieg gegen Jiri Lehecka.

Jannik Sinner und Jiri Lehecka. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

Jannik Sinner und Jiri Lehecka. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH


Dass er in dieser Saison die Turniere in Indian Wells und Miami gewann, sei für ihn eine Genugtuung, nachdem er sie im Vorjahr verpasst hatte. „Ich habe nicht nur die Zeit auf dem Platz genossen, sondern auch abseits davon. In Indian Wells etwa waren einige Freunde aus meiner Heimat vor Ort. Das ist mir im Vorjahr abgegangen“, sagte Sinner, der auch ein paar Worte über Kimi Antonelli und Marco Bezzecchi verlor. Die Italiener triumphierten am Sonntag in der Formel 1 und in der MotoGP und standen mit dem Südtiroler vor seinem Finale in Kontakt. „Am Dienstag steht uns im Fußball noch ein wichtiges Spiel bevor. Wir hoffen, dass auch das gut läuft, aber eine Prognose wage ich nicht“, erzählte Sinner mit einem Lächeln.

Eine lange Verschnaufpause gibt es für den Südtiroler nun nicht, denn er wird schon am Montag ins Flugzeug steigen und sich nach Monte-Carlo begeben. Dort beginnt in der kommenden Woche das nächste Masters-1000-Turnier – auf Sand wohlgemerkt. „Ich werde am Donnerstag mit dem Training beginnen und hoffe, am Dienstag mein erstes Match zu bestreiten“, so Sinner abschließend.

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