
Jannik Sinner hat das Turnier in Miami gewonnen. © APA / CARMEN MANDATO
Nach chaotischem Finaltag: Sinner holt Sunshine Double
Der Superstar schlägt erneut im großen Stil zu: Jannik Sinner hat am Sonntag das Masters-Turnier in Miami gewonnen. An einem turbulenten Finaltag gelang dem Sextner ein historischer Triumph.
30. März 2026
Von: det
Der Begriff Sunshine Double war in den letzten Stunden omnipräsent. Denn: Nur einer Handvoll Tennisspieler war es bislang gelungen, die Masters-Turniere in Indian Wells und Miami im selben Jahr zu gewinnen. Seit Sonntag ist Jannik Sinner einer davon: Zwei Wochen nach seinem erstmaligen Triumph in Indian Wells hat der Sextner Superstar nun auch in Miami zugeschlagen. Im Finale behielt der Weltranglisten-Zweite gegen den Tschechen Jiri Lehecka (ATP 22) mit 6:4, 6:4 die Oberhand und ist – wie schon 2024 – der König von Florida.
Der Name Sunshine Double kommt nicht von ungefähr: Sowohl Indian Wells in der kalifornischen Wüste als auch Miami im berühmten Urlaubsparadies gelten als besonders sonnige Regionen in den USA. Das war an diesem Sonntag allerdings nicht der Fall. Der Regen sorgte im Finale von Miami nämlich für mächtig Chaos.
Das Handtuch als Regenschutz: So verschwand Sinner in die Kabine. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH
Sinners Match hätte eigentlich um 21 Uhr MESZ (15 Uhr Ortszeit) beginnen sollen, wegen des Regens verzögerte sich der Beginn jedoch um anderthalb Stunden. Nach dem ersten Satzgewinn des Sextners zogen erneut dunkle Wolken über dem Hard Rock Stadium auf, und so stürmte Sinner – wie auch die rund 14.000 Fans – für anderthalb Stunden ins Trockene. Erst nach Mitternacht (MESZ) ging es weiter, und schließlich verwandelte Sinner um 1.32 Uhr unserer Zeit seinen Matchball – fast fünf Stunden nach dem geplanten Beginn. Kurios ist das insofern, weil die reine Spielzeit lediglich 93 Minuten betrug.
Sunshine Double ohne Satzverlust – das ist historisch
Am Ende war Sinner das egal: Er hat das Sunshine Double nämlich vollbracht, und zwar als erster Tennisspieler seit Roger Federer (2017). Überhaupt war dieses Kunststück vorher nur sieben Spielern gelungen (Jim Courier, Michael Chang, Pete Sampras, Marcelo Rios, Andre Agassi, Roger Federer und Novak Djokovic). Die Kirsche auf der Torte: Sinner holte das Sunshine Double ohne Satzverlust, das hatte zuvor keiner geschafft.Sinner spielte einmal mehr groß auf. © APA / CARMEN MANDATO
Der Südtiroler feierte in Miami seinen bereits 26. Turniersieg auf der ATP Tour – und er treibt einen Weltrekord in schwindelerregende Höhen nach oben. Sinner hat bei Masters-Turnieren nun 17 Matches in Folge – und unglaubliche 34 Sätze en suite – gewonnen. Der Rekord von Novak Djokovic (24 Sätze) ist längst pulverisiert.
Lehecka kämpft, ist aber chancenlos
Aber zum Finale gegen Lehecka, in dem Sinner eine riesige Waffe hatte: seinen ersten Aufschlag. Nahezu jedes Mal, wenn dieser ins Feld ging, machte der Sextner auch den Punkt – eine 92-Prozent-Quote, das ist grandios. Sinner nahm dem tapfer kämpfenden Lehecka im dritten Game den Aufschlag ab und wehrte gleich danach selbst drei Re-Break-Möglichkeiten ab. Im zweiten Satz schnupperte Südtirols Superstar mehrmals am Break, das ihm schließlich beim Stand von 4:4 gelang. Damit war das Ding gegessen!Jiri Lehecka wehrte sich tapfer, war aber ohne Chance. © APA / CARMEN MANDATO
Sinner kehrt also mit der maximalen wie imposanten Punkteausbeute von 2.000 Zählern von seiner USA-Reise zurück. Dadurch wird der Druck auf die Nummer 1, Carlos Alcaraz, immer größer. Aktuell liegt der Pusterer noch 1.190 Punkte hinter dem Spanier, der nun allerdings 1.000 Zähler in Monte Carlo verteidigen muss. Das Turnier in Sinners Wahlheimat beginnt am Samstag.
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