
Jannik Sinner arbeitet künftig mit einem Südtiroler zusammen. © AFP / HENRY NICHOLLS
Er behandelte schon Goggia: Brunecker Arzt soll Sinner helfen
Anhaltende Knieschmerzen zwangen Jannik Sinner zum frühzeitigen Abbruch seiner Saison. Jetzt hat sich der 25-Jährige einem Südtiroler Arzt anvertraut, der ihn auf seinem Weg zurück medizinisch unterstützen soll.
12. Oktober 2026
Von: leo
Als Jannik Sinner am 12. Juli seinen Titel beim Rasen-Klassiker in Wimbledon verteidigte, ahnte noch niemand, dass das Finale gegen Alexander Zverev das letzte Match des Sextners im Jahr 2026 sein sollte. Knieschmerzen zwangen ihn in der Folge zu zahlreichen Turnierabsagen, ehe er vergangene Woche endgültig entschied, einen Strich unter diese Saison zu ziehen.
Um vollständig zu genesen und beschwerdefrei ins Jahr 2027 starten zu können, hört der 25-Jährige künftig auf den Rat eines echten Fachmanns: Herbert Schönhuber. Der Südtiroler Arzt ist kein Unbekannter, schließlich war er jahrelang Präsident der ärztlichen Kommission des italienischen Wintersportverbandes (FISI).
Auf Gelenke spezialisiert
In dieser Rolle betreute er zahlreiche große Namen – darunter die Ski-Superstars Alberto Tomba und Sofia Goggia. Letztere führte er 2022 mit seinem Nachfolger bei der FISI-Ärztekommission, Dr. Andrea Panzeri, bei den Olympischen Spielen in Peking zur sensationellen Silbermedaille in der Abfahrt, nachdem sie sich wenige Wochen zuvor einen Teilriss des Kreuzbandes zugezogen hatte.Herbert Schönhuber soll die Genesung vorantreiben. © Physioclinic / MARCO BUSO-CREATIVE PHOTOGRAPHY
Der Brunecker ist Mitgründer des Mailänder Rehazentrums Physioclinic, arbeitet als Orthopäde am angesehenen Mailänder Krankenhaus La Madonnina und ist auf die Bereiche Schulter, Knie und Knöchel spezialisiert. Darüber hinaus fungiert Schönhuber als orthopädischer Berater der beiden Fußballklubs Milan und Sassuolo.
Physioclinic bestätigte in den sozialen Medien die Zusammenarbeit zwischen den beiden Pusterern. „Jannik Sinner hat sich Herbert Schönhuber anvertraut. Wir sind sicher, dass er sich in den nächsten Monaten von seiner Verletzung erholen wird und seine Fans in der nächsten Saison wieder träumen lässt“, schreibt die Klinik.
Ein Monat Tennispause
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, habe sich Sinner in der letzten Woche in Lyon einer sogenannten PRP-Untersuchung unterzogen. Dabei wird das Blut nach einer normalen Blutentnahme zentrifugiert und anschließend in die lädierte Stelle injiziert. Ziel ist es, die natürlichen Gewebereparaturprozesse zu fördern sowie Schmerzen und Entzündungen zu lindern.Anschließend verbrachte der Weltranglistenerste einige Tage in seiner Heimat, wo er auch dem SG 3 Zinnen einen Besuch abstattete. Nach seiner Rückkehr nach Monte-Carlo soll er seinen Tennisschläger für rund einen Monat in die Ecke legen, um sich ganz auf die Genesung seines Knies zu konzentrieren. Und das unter Aufsicht von Herbert Schönhuber.
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