
Jannik Sinner und Alexander Zverev nach dem Finale von Wimbledon. © ANSA / TOLGA AKMEN
Gefährlich nah an Sinner: So erobert Zverev die Nummer eins
Im Gegensatz zu Jannik Sinner steht Alexander Zverev beim ATP-Turnier in Peking am Start. Sollte der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger in China erfolgreich sein, ist die Nummer eins der Welt nicht mehr allzu weit entfernt.
30. September 2026
Von: nie
Spätestens seit der jüngsten Absage von Jannik Sinner für die China Open in Peking steht fest: Sein Status als Nummer eins der Welt ist nicht mehr unangefochten. Vielmehr hat sich mit Alexander Zverev ein Spieler in Stellung gebracht, der das Momentum in den vergangenen Monaten auf seine Seite gezogen hat und nun zum ersten Mal in seiner Karriere an die Spitze der Weltrangliste springen möchte. In China bietet sich Zverev nun die große Chance.
Durch seinen Startverzicht in Peking kann Titelverteidiger Sinner seine 500 Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Zverev geht hingegen mit dem Vorteil in das Turnier, in der vergangenen Saison bereits im Viertelfinale ausgeschieden zu sein und nur 50 Punkte verteidigen zu müssen. Bei einem Abstand von aktuell 1370 Punkten in der Weltrangliste würde ein Titelgewinn in der chinesischen Hauptstadt den Rückstand des Olympiasiegers von 2021 auf 870 Zähler schmelzen lassen – und Sinner gehörig unter Druck setzen.
Zverev mit einer großen Aufholjagd
Im darauffolgenden Masters von Shanghai könnte es nämlich zum Showdown zwischen den beiden Rivalen kommen. Sinner und auch Zverev waren im vergangenen Jahr in der chinesischen Metropole jeweils bereits in der Runde der letzten 32 ausgeschieden, wodurch keiner der beiden einen großen Punktverlust fürchten müsste. Sollte Sinner in Shanghai an den Start gehen, könnte er im Kampf um Platz eins also sogar vorlegen. Im Fall einer Absage seitens des 25-Jährigen würde Zverev jedoch der Titelgewinn reichen, um an Sinner vorbeizuziehen.Alexander Zverev hat eine beachtliche Aufholjagd hingelegt. © ANSA / CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH /
Es ist ein Szenario, von welchem Zverev im vergangenen Mai noch weit entfernt war. Vor den French Open, bei welchen der Hamburger den ersten Grand-Slam-Titel seiner Laufbahn gewann, lag der 29-Jährige noch knapp 9000 Punkte hinter Sinner auf dem dritten Platz. Nach einer großen Aufholjagd samt der Titel in Roland-Garros und bei den US Open sowie des Finaleinzuges in Wimbledon steht er nun kurz davor, der zweite Deutsche auf dem Tennis-Thron nach Boris Becker zu werden.
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