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Jannik Sinner ist zurück auf dem Thron. © APA/afp / VALERY HACHE

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Jannik Sinner ist zurück auf dem Thron. © APA/afp / VALERY HACHE

Heldenhafter Turniersieg: Sinner ist wieder die Nummer 1!

Ein Südtiroler auf dem Thron der Tenniswelt: Das ist (wieder) Realität. Jannik Sinner hat am Sonntag einen heroischen Finalsieg in Monte Carlo errungen und sich damit zurück an die Spitze katapultiert.

Am 3. November 2025 schien Jannik Sinners Name letztmals an der Spitze der ATP-Weltrangliste auf. Danach setzte sein großer Widersacher Carlos Alcaraz zum Höhenflug an und thronte mehr als fünf Monate auf dem ersten Platz. Doch nun gibt es eine Wachablöse: In einem packenden Finale des Masters-Turniers in Monte Carlo schlug Sinner seinen spanischen Rivalen mit 7:6 (5), 6:3 und holte sich die Führung in der Weltrangliste zurück!


Im aktualisierten ATP-Ranking, das am Montag erscheinen wird, geht Sinner also in seine 67. Woche als bester Tennisspieler des Planeten. Bereits von Juni 2024 bis September 2025 hatte der frischgebackene Südtiroler Sportler des Jahres diese Position inne, ehe er sie an Alcaraz verlor und nur Anfang November für eine Woche kurzzeitig auf Platz 1 zurückkehrte. Nun ist der Sextner endlich wieder ganz oben!

Carlos Alcaraz (links) gratuliert seinem Rivalen Jannik Sinner. © APA/afp / VALERY HACHE

Carlos Alcaraz (links) gratuliert seinem Rivalen Jannik Sinner. © APA/afp / VALERY HACHE


Vor den Augen seines Papas Hanspeter, seiner Mama Siglinde und seines Bruders Mark (er war am Freitag noch bei der Sporthilfe-Gala in Meran) sorgte Sinner für ein Novum: Auf Sand hatte der Sextner noch nie ein großes Turnier gewonnen. Sein einziger Triumph auf diesem Belag datiert von Juli 2022, als er in Umag (Kroatien) ein ATP-250-Turnier gewann.

Zwei Mal mit Break hinten, zwei Mal zurückgekommen

Am Sonntag schlug Sinner mit Carlos Alcaraz den besten Sandplatzspieler der Gegenwart – und zwar mit einer heldenhaften Leistung. Der Südtiroler lag sowohl im ersten als auch im zweiten Satz mit einem Break zurück, drehte den Spielstand aber jeweils auf den Kopf. Allein das zeigt, dass Sinner verdient wieder an der Spitze der Weltrangliste steht. Und: Er hat nun alle drei Masters-Turniere der bisherigen Saison gewonnen (Indian Wells, Miami, Monte Carlo). Das gelang bislang nur Novak Djokovic.

Sinner spielte groß auf. © APA/afp / VALERY HACHE

Sinner spielte groß auf. © APA/afp / VALERY HACHE


Es waren widrige Bedingungen, mit denen beide Spieler an der Côte d’Azur von Beginn an zu kämpfen hatten. Das war weniger dem bewölkten Wetter, sondern vielmehr dem starken Wind geschuldet, der die gelbe Filzkugel immer wieder unberechenbar machte. Sinner erwischte einen schwierigen Start ins Match und hatte vor allem mit seiner großen Waffe – dem Aufschlag – zu kämpfen. So eroberte Alcaraz schnell das Break zum 2:0, dann drehte der Sextner aber auf und machte schnell das Re-Break.

Tiebreak-Monster Sinner

Von da an entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, in dem Sinner pünktlich zum Tiebreak zur Hochform auflief. Der Pusterer machte die wichtigen Punkte, trieb Alcaraz immer wieder in die Enge und durfte schließlich den Satzgewinn bejubeln – auch, weil sein Gegner im entscheidenden Moment einen Doppelfehler beging.

Carlos Alcaraz muss die Nummer 1 abgeben. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER

Carlos Alcaraz muss die Nummer 1 abgeben. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER


Wie schon im ersten Abschnitt hatte Sinner auch im zweiten zu Beginn seine Probleme, gab den Aufschlag erneut ab und lag mit 1:3 hinten. Seine Antwort? Zunächst schrammte der vierfache Grand-Slam-Sieger noch am Re-Break vorbei, dann realisierte er es aber zum Stand von 3:3. Das Momentum hatte damit endgültig die Seiten gewechselt, und von nun an spielte auf dem monegassischen Sand nur mehr ein Spieler: Jannik Sinner, der nach 2.15 Stunden seinen 27. Turniersieg auf der ATP Tour perfekt machte.

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