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Jannik Sinner war zum Scherzen aufgelegt. © ANSA / Riccardo Antimiani

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Jannik Sinner war zum Scherzen aufgelegt. © ANSA / Riccardo Antimiani

„Herr Präsident...“: Sinner scherzt nach Rom-Triumph

Superstar Jannik Sinner hat Rom verzückt: Am Sonntag gewann er erstmals das Masters-Turnier in der Ewigen Stadt. Danach war der Sextner zum Scherzen aufgelegt.

Es hatte kurz den Anschein, als wollten die rund 11.000 Fans im Stadio Centrale von Rom ihren Liebling gar nicht mehr zu Wort kommen lassen. Als Jannik Sinner nach seinem historischen Triumph im Foro Italico zur Siegerehrung schritt und vors Mikrofon trat, hallte ein Sprechchor nach dem nächsten über den Platz.


Sinner genoss diese Atmosphäre sichtlich – und seine gute Laune war bei seiner anschließenden Siegerrede unverkennbar. Vor allem, als er über den Ehrengast bei diesem Finale sprach: Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella. Der 84-Jährige kam nach Sinners Triumph über Casper Ruud aufs Feld und beglückwünschte den Südtiroler Goldjungen höchstpersönlich.

Vor dem Staatspräsidenten gerät Sinner in Verlegenheit

„Es ist für mich eine große Ehre, hier mit dem Herrn Präsidenten zu stehen“, sagte Sinner – und bereits da huschte ihm ein dickes Grinsen über das Gesicht. „Ich bin stets sehr begeistert, wenn ich Herrn Mattarella treffe. Irgendwie schaffe ich es aber immer, mich in eine nicht so vorteilhafte Position zu bringen“, so Sinner, der daraufhin loslachte – und mit ihm das ganze Stadion sowie auch Mattarella selbst.

Sinner im Gespräch mit Mattarella. © ANSA / Riccardo Antimiani

Sinner im Gespräch mit Mattarella. © ANSA / Riccardo Antimiani


Diese Reaktion hat einen bestimmten Grund. Vor zwei Jahren war Sinner mit dem siegreichen Davis-Cup-Team bei Staatspräsident Mattarella im Quirinalspalast zu Gast. Als Sinner am Rednerpult stand, musste er das Lachen immer wieder zurückhalten. Seine Teamkollegen hatten ihn nämlich ordentlich in Verlegenheit gebracht. Das Video dieser amüsanten und sympathischen Aktion ging damals um die Welt.
„Ich weiß gar nicht, ob meine Eltern da schon ein Paar waren.“ Jannik Sinner

Besondere Worte richtete Sinner am Sonntag auch an Adriano Panatta, der vor 50 Jahren als bislang letzter Azzurro den Titel in Rom holen konnte. Emotional: Der 75-Jährige überreichte Sinner an diesem Sonntag die Trophäe. „Nach 50 Jahren haben wir ein sehr, sehr wichtiges Turnier wieder nach Hause zurück geholt“, so Sinner, der auch mit Panatta scherzte: „Ich kann natürlich nicht sagen, dass ich gesehen habe, wie du hier gewonnen hast. Ich weiß gar nicht, ob meine Eltern da schon ein Paar waren. Wir sind aber alle sehr froh, dieses Turnier hier wieder gewonnen zu haben.“

Sinner gewann das Masters-Turnier in Rom. © ANSA / Riccardo Antimiani

Sinner gewann das Masters-Turnier in Rom. © ANSA / Riccardo Antimiani


In dem Moment des großen Triumphs dachte Sinner auch an seine Kollegen und Kolleginnen aus Italien. „Heute hat mit Simone Bolelli und Andrea Vavassori erstmals ein Doppel aus Italien hier gewonnen. Vor einem Jahr triumphierte Jasmine Paolini im Einzel und im Doppel. Wir versuchen immer weiter, euch zu begeistern. Es war wunderschön“, schloss Sinner seine Rede ab.


Jannik Sinner im Audio-Interview:

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