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Angelo Binaghi (links) mit seinem Superstar Jannik Sinner. © AFP / ANDREAS SOLARO

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Angelo Binaghi (links) mit seinem Superstar Jannik Sinner. © AFP / ANDREAS SOLARO

Italiens Tennis-Boss poltert: „Das ist beschämend“

Mit dem Masters-Turnier in Rom läuft derzeit ein ganz großes Highlight im Tenniszirkus. Italiens Verbandsboss hat nun jedoch zum Rundumschlag ausgeholt.

Es ist in diesen Tagen das Gesprächsthema Nummer 1 in Rom: Die Preisgeld-Debatte, die die Spieler und Spielerinnen erzürnt. Worum geht es? Die Stars haben sich in einem offenen Brief über die aus ihrer Sicht zu niedrigen Preisgelder bei den Grand Slams beschwert. Bei den French Open werden 14,3 Prozent der Einnahmen an die Spielerinnen und Spieler ausgeschüttet, während es bei Masters-Turnieren – wie in Rom – 22 Prozent sind.


Das schmeckt den Stars gar nicht, unter anderem hat Sinner bei der Pressekonferenz am Donnerstag seine Kritik erneuert. Unterstützung erhält der Südtiroler nun auch von einem ranghohen Funktionär: Angelo Binaghi, Präsident des italienischen Tennisverbandes, hat mit klaren Aussagen aufhorchen lassen.

Angelo Binaghi, Präsident des italienischen Tennisverbandes. © AFP / MARCO BERTORELLO

Angelo Binaghi, Präsident des italienischen Tennisverbandes. © AFP / MARCO BERTORELLO


„Die Spieler haben unsere volle Unterstützung“, so Binaghi in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Dann legte der Tennis-Boss nach – beziehungsweise so richtig los: „Es ist skandalös, dass wir von der ATP dazu verpflichtet werden, als Masters-Turnier einen größeren Teil der Einnahmen an die Spieler und Spielerinnen auszuzahlen, während die vier Grand-Slam-Turniere einen kleineren Anteil ausschütten.“
„Ich will dieses Monopol zerschlagen.“ Angelo Binaghi

„Es ist beschämend und schafft zudem Wettbewerbsungleichheiten, weil die vier Nationen, die die Grand-Slam-Turniere organisieren, über enorme finanzielle Mittel verfügen, die sie in ihre technischen Bereiche investieren können – Mittel, die anderen Nationen fehlen“, so Binaghi, der entschlossen anfügt: „Ich will dieses Monopol zerschlagen.“

Grand-Slam-Turnier in Italien?

Diese Aussagen von Binaghi könnten auch einen anderen Hintergrund haben: Italiens Tennis-Boss hat schon seit einiger Zeit die Idee, ein fünftes Grand-Slam-Turnier im Stiefelstaat auszurichten. „Unser Verband ist offen dafür, ein solches Turnier irgendwo in Italien auf jedem Belag zu organisieren“, so Binaghi.

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