
Jannik Sinner überstand die erste Runde. © APA/afp / JAVIER SORIANO
Jannik Sinner verrät: „Darum habe ich gewonnen“
Benjamin Bonzi erwies sich am Freitag beim Masters-1000-Turnier von Madrid einmal mehr als äußerst unangenehmer Gegner für Jannik Sinner, der aber den Sieg davontrug – und im Anschluss an die Partie eine interessante Analyse lieferte.
25. April 2026
Von: leo
Das Turnier in der spanischen Hauptstadt ist hinsichtlich der French Open unter allen Sandplatz-Events seit jeher das am wenigsten aussägekräftigste. Der Grund: die Höhenlage von knapp 700 Metern, die eine große Auswirkung auf die Spielbedingungen hat. Der Ball springt einerseits höher ab, fliegt gleichzeitig aber auch schneller durch die Luft. Und so kommt dem Aufschlag – obwohl auf Sand gespielt wird – eine sehr große Bedeutung zu.
Angesichts dessen verwundert es nicht, dass Sinner gegen Benjamin Bonzi keine einzige Breakchance zuließ. Dennoch forderte der Franzose, der dem Sextner bereits in zwei vorangegangenen Matches Sätze abgenommen hatte, lange alles ab. „Heute war es hart, ich hatte ziemliche Probleme“, bilanzierte Sinner. „Es herrschen besondere Bedingungen, die sich von Tag zu Tag ändern können. Ich versuche, mich bestens darauf einzustellen.“
In der Ruhe liegt die Kraft
Nach dem verlorenen Startsatz gegen Bonzi habe der 24-Jährige versucht, „ruhig zu bleiben. Das ist der Grund, warum ich heute gewonnen habe. Was das Tennis betrifft, gibt es noch Luft nach oben. Den morgigen freien Tag werde ich nutzen, um an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Ich und mein Team wissen, was zu tun ist“, erzählt Sinner.Jannik Sinners wuchtige Vorhand. © ANSA / SERGIO PEREZ
Angesprochen auf die Chance, das fünfte Masters-1000-Turnier in Serie zu gewinnen, erklärte Sinner: „Ich weiß, was bei diesem Turnier auf dem Spiel steht. Aber zurzeit liegt mein Fokus nicht darauf. Vielmehr will ich verstehen und herausfinden, wie ich bei diesen Verhältnissen spielen soll. Aber natürlich will ich so weit kommen wie möglich. Mit dem heutigen Sieg kann ich jedenfalls glücklich sein“, so Sinner.
Mit seinem Erfolg gegen Bonzi baute der Schützling von Darren Cahill und Simone Vagnozzi gleich mehrere imposante Serien aus: Inzwischen hält er bei 18 Siegen in Serie. Auf Masters-1000-Niveau ist er sogar seit 23 Partien ungeschlagen. Und gegen Franzosen hat er 27 (!) Matches in Folge für sich entschieden. Es sind Zahlen von einem anderen Stern, die er am Sonntag weiter verbessern will. Dann steht mit dem 22-jährigen Dänen Elmer Møller (ATP 169) ein unbeschriebenes Blatt auf der anderen Netzseite.
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