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Beendet Nick Kyrgios jetzt seine Karriere? © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / CHRIS UNGER

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Beendet Nick Kyrgios jetzt seine Karriere? © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / CHRIS UNGER

Nick Kyrgios: War’s das mit der Karriere?

Die positive Dopingprobe von Nick Kyrgios sorgte in der Sportwelt am Mittwoch für großes Aufsehen. Nun stellt sich die Frage: Kehrt der Australier noch einmal auf den Tennisplatz zurück?

Es ist nicht das erste Mal in der Tennis-Historie, dass bekannte Tennisprofis positiv auf Kokain getestet wurden. Richard Gasquet wurde 2009 für sechs Wochen gesperrt, Martina Hingis kassierte 2007 hingegen eine zweijährige Sperre und beendete infolgedessen ihre Karriere. Im Gegensatz zu Kyrgios beteuerten jedoch beide Spieler ihre Unschuld. Der Australier gab den Konsum hingegen zu und sprach von einem „großen Fehler“, den er begangen habe.


Doch wie geht es nun weiter? Der vorläufig suspendierte Kyrgios hat keinen Einspruch eingelegt – und wird es angesichts seines Geständnisses auch nicht mehr tun. In Fällen wie diesen, wenn der Spieler im Rahmen eines Turniers wegen Drogenmissbrauchs positiv getestet wurde, droht eine Strafe von sechs Monaten bis zu zwei Jahren. Voraussetzung dafür ist, dass der Konsum keinen Bezug zur sportlichen Leistung hat. Ist das hingegen der Fall, muss Kyrgios mit einer Sperre von vier Jahren rechnen, die automatisch bei absichtlichen Verstößen verhängt wird. Sicher ist also: Der Australier wird mindestens ein halbes Jahr nicht spielfähig sein. Wahrscheinlich ist sogar eine längere Sperre.

Es bestehen große Zweifel

Ob er sich da wieder zurückkämpfen kann und will, steht in diesem Moment in den Sternen. Denn der verletzungsgeplagte Kyrgios hat seit 2025 nur acht Matches bestritten – und nur zwei davon gewonnen. Worte, die der 31-Jährige am Mittwoch in seiner öffentlichen Erklärung schrieb, deuten auf ein vorzeitiges Karriereende hin.

Nachdenklich: Nick Kyrgios © AFP / WILLIAM WEST

Nachdenklich: Nick Kyrgios © AFP / WILLIAM WEST


„Mein Körper war in den letzten Jahren nicht in der Lage, das zu tun, was der Geist von ihm erwartete. Sich damit abzufinden, dass sich meine Karriere dem Ende zuneigt, ist härter, als ich es je erwartet hätte. Ich habe immer gesagt, dass ich den Sport nicht ausgesucht habe, sondern er mich. Aber etwas loszulassen, was mich mein ganzes Leben begleitet hat, gehört zu den schwierigsten Dingen, die ich je machen musste. Es gab Momente, in denen ich mich hilflos und allein fühlte“, betont Kyrgios in den sozialen Medien.

Ganz abschreiben darf man den ehemaligen Wimbledon-Finalisten dennoch nicht. Abschließend kommentiert er nämlich: „Ich werde die nötige Arbeit leisten – und besser zurückkommen.“

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