
Flavio Cobolli steht im Achtelfinale der French Open 2026. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Premiere für Italiener: Cobolli pflügt in Paris durchs Feld
Flavio Cobolli hat mit einer weiteren makellosen Vorstellung bei den French Open den Sprung ins Achtelfinale geschafft.
30. Mai 2026
Von: nie
In der 3. Runde der French Open 2026 hat sich Flavio Cobolli von seiner besten Seite präsentiert. Am frühen Samstagnachmittag zwang der Italiener den US-amerikanischen Hoffnungsträger Learner Tien mit 6:2, 6:2, 6:3 in die Knie – und wusste auch nach seinem Achtelfinaleinzug die Fans in Paris auf seine Seite zu ziehen. „Merci à tous“, bedankte sich der 24-Jährige bei den am Court Philippe-Chatrier anwesenden Zuschauern und holte sich für seine Französischkenntnisse Applaus und Jubel ab.
Grund dafür gab es auch in den zwei vorangegangenen Stunden: In den ersten beiden Sätzen wirkte Tien völlig überfordert, Cobolli ging jeweils mit zwei Breaks in Folgen zügig mit 3:0 in Führung – und ließ in der Folge nie etwas anbrennen. Zwar war seine Quote beim ersten Aufschlag nicht sonderlich herausragend (57 Prozent), umso mehr wusste er aber beim Return zuzuschlagen: 21 von 47 Punkte beim ersten Aufschlag seines Gegners gingen an die Nummer 14 der Welt.
Cobolli einer der Favoriten auf Finaleinzug
Im vergangenen Jahr tauchte Cobolli dank seines Viertelfinaleinzuges in Wimbledon erstmals auf dem Radar der weltweiten Tennis-Fans auf, nun steht er zum ersten Mal in seiner jungen Karriere im Achtelfinale der French Open. Zur französischen Hauptstadt pflegt er eine besondere Beziehung. „Als ich heute aufgewacht bin, war ich etwas nervös“, gab er im Interview nach seinem Sieg zu. „Hier habe ich viele Freunde, viele Menschen, die ich liebe. Es ist immer schön, vor ihnen zu spielen. Und heute habe ich zum ersten Mal auf dem Center Court bei einem Grand Slam gewonnen. Das war also ein super Tag für mich.“Flavio Cobolli träumt in Paris ganz groß. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Seitdem Jannik Sinner in der 2. Runde dramatisch ausgeschieden ist, zählt Cobolli auf diesem Turnierpfad zu den Favoriten auf den Finaleinzug – und die Zahlen geben ihm Recht. Hinter Félix Auger-Aliassime ist Cobolli der Spieler mit dem höchsten Ranking auf dieser Seite des Turnierbaums, darüber hinaus gab er in Roland-Garros keinen einzigen Satz ab. Im Achtelfinale steht er nun dem US-Amerikaner Zachary Svajda gegenüber, der sich überraschend gegen Francisco Cerúndolo durchgesetzt hat (6:3, 6:4, 3:6, 4:6, 6:3).
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