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Jannik Sinner steht im Finale von Miami. © APA / CARMEN MANDATO

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Jannik Sinner steht im Finale von Miami. © APA / CARMEN MANDATO

Sinner fehlt ein Schritt: „Zwoa sehr, sehr longe Turniere“

Jannik Sinner steht beim ATP Masters von Miami im Finale und ist nur noch einen Schritt davon entfernt, in die Fußstapfen von Roger Federer und Novak Djokovic zu folgen.

Anpassungsfähigkeit ist Gold wert – das hat Jannik Sinner in der Nacht zu Sonntag eindrucksvoll bewiesen. Die Verhältnisse während des Halbfinals gegen Alexander Zverev ( 6:3, 7:6) beim Masters in Miami hätten laut dem Weltranglistenzweiten aus dem Pustertal nämlich dafür gesorgt, dass auf dem Court zwei Spiele in einem stattfanden.


„Als es kälter wurde, ging auch die Feuchtigkeit hoch. Das war etwas völlig anderes“, sagte Sinner im nachfolgenden Audio-Interview. „Bei den wichtigen Punkten habe ich aber richtig reagiert, das hat mir viel gegeben.“ Selbst für einen viermaligen Grand-Slam-Turniersieger keine Selbstverständlichkeit – zumal hinter dem Südtiroler eine kräftezehrende Phase liegt.

Mitte März marschierte Sinner in Indian Wells schnurstracks zum Titel, auch in Kalifornien räumte er im Halbfinale Zverev in zwei Sätzen aus dem Weg. Apropos: 32 Sätze in Folge hat der Superstar auf bei ATP-1000er-Turnieren nun für sich entschieden – schon längst eine Rekordserie. Eine solche Dominanz kostet aber freilich auch Kräfte. „Es worn zwoa sehr, sehr longe Turniere“, meinte Sinner. Es seien viele Spiele in einem sehr kurzen Zeitraum gewesen, „da müssen wir physisch schauen, wie wir das angehen.“

Sinner winkt das Sunshine Double

Am Sonntag bekommt es der Wimbledonsieger im Finale von Miami nun mit Jiri Lehecka zu tun. Der Tscheche schaltete in der Vorschlussrunde den Franzosen Arthur Fils mit 6:2, 6:2 aus und zog somit zum ersten Mal in seiner Karriere in das Endspiel eines Masters ein. Gegen Sinner zog er in den drei bisherigen Duellen auf der ATP-Tour stets den Kürzeren und gewann keinen einzigen Satz.

Jannik Sinner steht im Finale von Miami. © APA / MATTHEW STOCKMAN

Jannik Sinner steht im Finale von Miami. © APA / MATTHEW STOCKMAN


Gute Voraussetzungen für den Pusterer, der in Florida wieder einmal Geschichte schreiben kann. Sollte Sinner nämlich nach Indian Wells auch in Miami triumphieren, hätte er das prestigeträchtige Sunshine Double unter Dach und Fach gebracht – den Gewinn der beiden Masters-Titel im selben Jahr. Zuvor war dies nur sieben Spielern gelungen: Jim Courier (1991), Michael Chang (1992), Pete Sampras (1994), Marcel Rios (1998), Andre Agassi (2001), Roger Federer (2005, 2006, 2017) und Novak Djokovic (2011, 2014, 2015, 2016).

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