
Jannik Sinner trifft im Finale auf Carlos Alcaraz. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER
Sinner will die Zeit zurückdrehen: „Habe nichts zu verlieren“
Jannik Sinner trifft am Sonntag im Finale des Monte Carlo Masters auf Carlos Alcaraz. Der Südtiroler spielt dort nicht nur um den Titel, sondern auch um Platz eins der Weltrangliste.
11. April 2026
Von: nie
Wie sollte es auch anders sein? Zum neunten Mal stehen sich Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in einem Finale auf der ATP-Tour gegenüber. Während letzterer seiner Favoritenrolle im Halbfinale gegen den monegassischen Außenseiter Valentin Vacherot gerecht wurde (6:4, 6:4), gelang Sinner im Aufeinandertreffen mit Alexander Zverev kurz zuvor eine Machtdemonstration ( 6:1, 6:4).
„Ich bin sehr zufrieden“, erklärte der Superstar aus dem Pustertal anschließend im On-Court-Interview. „Wir sind hergekommen, um wieder etwas Erfahrung auf Sand zu sammeln. Jetzt im Finale zu stehen bedeutet mit sehr viel.“ Bei seinem Debüt im Endspiel des Monte Carlo Masters greift Sinner nicht nur nach seinem saisonübergreifend vierten Masters-Titel am Stück, sondern auch nach Platz eins der Weltrangliste.
Sinner muss das Tabu brechen
Eine bestimmte Statistik lässt den 24-Jährigen mit besonders breiter Brust in das Finale gehen: Nach Roger Federer (2006), Rafael Nadal (2011) und Novak Djokovic (2015) ist Sinner erst der vierte Spieler der Geschichte, der bei den ersten drei Masters einer Saison jeweils im Finale stand. Am Sonntag könnte er neben Djokovic zum zweiten Mann aufsteigen, der ebenjene Endspiele auch alle für sich entscheidet. Doch die Verhältnisse auf Sand zwischen Alcaraz und ihm – sie deuten in eine andere Richtung.Viermal wurde dieses Duell auf roter Asche bislang ausgetragen, die drei jüngsten Partien gingen alle an Alcaraz. Besonders in Erinnerung blieb dabei natürlich das Finale der French Open in der vergangenen Saison, welches Sinner auf dramatische Art und Weise verloren hatte. Gelingt ihm im ersten Schlagabtausch mit seinem spanischen Rivalen im Jahr 2026 die Revanche? Dafür muss Sinner gewissermaßen die Zeit zurückdrehen: Im Finale von Umag vor vier Jahren schlug Sinner den heutigen Weltranglistenersten auf dessen Lieblingsbelag.
Jannik Sinner greift nach Platz eins der Weltrangliste. © ANSA / SEBASTIEN NOGIER
„Ich habe nichts zu verlieren“, blickte er gelassen auf den Showdown. „Hierherzukommen und das Finale zu erreichen, bedeutet mir sehr viel, deshalb werde ich morgen am letzten Tag natürlich versuchen, so viel wie möglich herauszuholen.“ Wie auch sonst wollte Sinner nicht in die Kristallkugel blicken: „Wia es kimmt, kimmt's“, meinte er später in einer Medienrunde. „Wir versuchen uns einfach so gut wie möglich vorzubereiten.“
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