
Jannik Sinner hat Alexander Zverev aus dem Turnier gekegelt. © APA/afp / THIBAUD MORITZ
Unglaublicher erster Satz: Sinner demontiert Zverev
Jannik Sinner hat im Halbfinale des Monte Carlo Masters seinem Gegner Alexander Zverev nicht den Hauch einer Chance gelassen. Nun greift der Südtiroler nach Platz eins der Weltrangliste.
11. April 2026
Von: nie
Auf dem Papier standen sich am Samstagnachmittag im Halbfinale des Monte Carlo Masters der zweit- und drittbeste Spieler der Welt gegenüber. Zwischen Jannik Sinner und Alexander Zverev lagen in diesem Duell jedoch Dimensionen – das wurde beim Finaleinzug von Südtirols Sportler des Jahres (6:1, 6:4) vor allem im ersten Satz deutlich.
Trotz einer überraschend schwachen Quote von 41 Prozent beim ersten Aufschlag, gönnte Sinner seinem deutschen Gegenüber keine Verschnaufpause und gab vor allem bei dessen Aufschlagspielen den Ton an. So gewann Zverev in Satz eins nur drei (!) von 15 Punkten beim ersten Aufschlag – und der Hamburger gilt immerhin als einer der besten Aufschläger der Welt. Angesichts der Zahlen ist der Spielverlauf wenig überraschend: Sinner breakte Zverev zu Beginn gleich zweimal und verwandelte nach nur 35 Minuten – sowie einem weiteren Break – seinen ersten Satzball.
Sinner muss kein Risiko gehen
Auf die Machtdemonstration folgte eine taktierte Vorstellung von Sinner. Der viermalige Grand-Slam-Champion, der am Donnerstag noch mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte, musste kein Risiko eingehen und brachte seine ersten fünf Aufschlagspiele im zweiten Satz mit nur zwei Punktverlusten durch. Zverev, in dieser Phase zunehmend mit gesenktem Kopf zwischen den Punkten, ließ seine zuletzt gelobte Aggressivität auf dem Platz vermissen.Jannik Sinner war am Samstag nicht zu schlagen. © APA/afp / THIBAUD MORITZ
Beim Stand von 5:4 erzwang Sinner schließlich einen Fehler seitens Aufschläger Zverev, der den Ball hinter die Grundlinie setzte. Im Anschluss schien der Südtiroler auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein, wechselte seine Laufrichtung aber blitzschnell und sicherte sich mit einer Zauber-Rückhand entlang der Linie zwei Matchbälle. Beim ersten Versuch legte sich Sinner seinen Kontrahenten zurecht und brachte seinen Sieg mit einer bärenstarken Vorhand unter Dach und Fach.
Sinner greift nach der Nummer eins
Damit steht Sinner nach seinem 21. Sieg in Folge bei Masters-Turnieren nun zum ersten Mal in seiner Karriere im Finale des Monte Carlo Masters. Durch seinen achten Sieg am Stück gegen Zverev, dem gegen den Weltranglistenzweiten übrigens in den jüngsten fünf Spielen kein Satzgewinn gelungen ist, hat Sinner nun beste Chancen auf Platz eins der Weltrangliste.Kehrt Jannik Sinner auf den Thron der Tennis-Welt zurück? © APA/afp / THIBAUD MORITZ
Sollte der 24-Jährige nämlich das Finale am Sonntag gewinnen, würde er zum Weltranglistenersten aufsteigen. Dafür muss er sich aber gegen Carlos Alcaraz – seines Zeichens Titelverteidiger und Nummer eins der Welt durchsetzen. Sein spanischer Rivale siegte im zweiten Halbfinale mit 6:4, 6:4 gegen Valentin Vacherot.
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