
Jannik Sinner war völlig am Ende. © ANSA / MOHAMMED BADRA
Sinners Drama bewegt auch Seppi: „Etwas stimmte nicht“
Jannik Sinners dramatisches Aus in der zweiten Runde der French Open ist derzeit das große Gesprächsthema in der Tenniswelt. Nun hat sich auch Andreas Seppi dazu geäußert.
29. Mai 2026
Von: det
Das Herz der Jannik-Sinner-Fans blutete am Donnerstag. Wie sich der Sextner Superstar, von seinen körperlichen Problemen geplagt, über den Platz schleppte und völlig am Ende war, war eine tragische Szene. Hautnah miterlebt hat dies auch Andreas Seppi. Der Ex-Tennis-Profi ist bei den French Open als Experte bei Eurosport Italia im Einsatz – und auch er litt mit Sinner mit.
„Beim 5:1 im dritten Satz hat Jannik plötzlich begonnen, sich zu stretchen, und dabei wandte er sich in Richtung seiner Box, mit der Message: Etwas ist nicht in Ordnung. Als er danach zum Matchgewinn servierte und vier leichte Fehler einstreute, war es für mich evident, dass hier etwas nicht stimmt“, wird Seppi in der Gazzetta dello Sport zitiert.
Jannik Sinner bei der anschließenden Pressekonferenz. © APA/afp / JULIEN DE ROSA
Was zu diesem Einbruch geführt haben könnte? „Ich halte mich an Janniks Aussage, dass ihm plötzlich komplett die Energie fehlte“, so der Kalterer. „Ich glaube nicht, dass die Hitze alleine das Problem war. Er fühlte sich ja schon am Morgen nicht wohl, wie er selbst erklärte – möglicherweise hat er etwas gegessen, das ihm nicht bekommen ist. Bis zu diesem Einbruch hatte er die Bedingungen perfekt gemanagt. Offenbar war der Tank dieses Mal wirklich leer.“
Sind zu viele Turniere das Problem?
In den letzten Stunden wurden kritische Stimmen laut: Hat Sinner in den letzten Monaten etwa zu viel gespielt? Immerhin ist er seit Anfang März quasi im Dauereinsatz. „Natürlich werden viele jetzt genau das kritisieren. Aber niemand kennt seinen Körper besser als ein Spitzensportler selbst. Wenn Jannik beschlossen hat, all diese Turniere zu spielen, fühlte er sich offensichtlich körperlich bereit“, so Seppi.Andreas Seppi ist bei den French Open als Experte im Einsatz. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / ELSA
Auch der ehemalige Weltranglisten-18. musste während seiner Karriere immer wieder mal mit körperlichen Problemen kämpfen. „Bei mir war allerdings nicht die Hitze das Problem, sondern die Luftfeuchtigkeit. Miami und Cincinnati waren für mich besonders schwierige Turniere“, erklärt Seppi.
Zverevs große Stunde?
Der absolute Top-Favorit auf den French-Open-Sieg ist mit Sinner nun raus. Wer wird in diesem Jahr in Roland Garros also triumphieren? „Es könnte die große Chance für Zverev sein. Hinter Jannik und Carlos war er der konstanteste Spieler. Allerdings muss er jetzt mit dem Druck umgehen, und darin war er nicht immer der Meister. Man sollte aber auch Djokovic nicht unterschätzen.“Profil bearbeiten
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