
Jannik Sinner sprach über eine intensive Vorbereitung – und über Golf. © ANSA / JOHN G. MABANGLO
Unermüdlicher Sinner: „Gab nicht viele freie Tage“
Seinen ersten Gegner beim Masters-1000-Turnier von Indian Wells, Dalibor Svrcina, schlug Jannik Sinner am Freitagabend (Ortszeit) in etwas mehr als einer Stunde. Anschließend gewährte der 24-Jährige interessante Einblicke in seinen Trainingsalltag.
07. März 2026
Von: leo
Jene eingefleischten Tennisfans, die am Samstag um 3 Uhr nachts den Wecker stellten, um Jannik Sinner bei der Arbeit zuzusehen, wurden nicht enttäuscht – im Gegenteil. Mit großer Aggressivität, ansehnlichen Variationen und einer konsequenten Aufschlagsleistung wies er den Tschechen mit 6:1 und 6:1 in die Schranken. Es war die perfekte Antwort auf die unerwartete Niederlage von vor zwei Wochen gegen Svrcinas Landsmann Jakub Mensik beim ATP-500-Turnier von Doha.
Im Interview nach seinem Sieg verriet Sinner, wie er die Zeit zwischen den zwei Turnieren genutzt habe. „Ich fühle mich mental sehr gut, bin ruhig und gelassen. In den letzten Wochen haben mein Team und ich sehr intensiv trainiert, viele Stunden im Fitnessstudio verbracht, um körperlich noch eine Schippe draufzulegen. Es gab nicht viele freie Tage“, betonte Sinner. Dass er sich physisch in einer ausgezeichneten Form befindet, wurde gegen Svrcina sichtbar. Die Beinarbeit saß sowohl im Spiel nach vorne als auch in jenen seltenen Fällen, in denen er in die Defensive gedrängt wurde.
Eine spezielle Rückkehr
Für Sinner ist das Turnier in Indian Wells besonders, nachdem er dieses im Vorjahr gesperrt verpasst hatte. „Es fühlt sich großartig an, wieder hier zu sein. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe dieses Turnier vermisst. Mit Freunden habe ich die Zeit genutzt, um hier etwas Golf zu spielen“, beschreibt der Südtiroler seinen bisherigen Aufenthalt im selbsternannten „Tennis Paradise“.Jannik Sinner ist frohen Mutes. © ANSA / JOHN G. MABANGLO
Sinner ist jedoch nicht in der kalifornischen Wüste, um Urlaub zu machen, sondern um erstmals in seiner Karriere das Masters-1000-Turnier zu gewinnen. „Dieses Event und jenes in Miami sind sehr wichtig für mich. Deshalb war die Vorbereitung so intensiv. Ich versuche, in jedem Match alles zu geben und mein ganzes Potenzial abzurufen. Mit dem heutigen Sieg bin ich sehr zufrieden, wenngleich es noch Verbesserungspotenzial gibt.“
Sinner weiß: Von Runde zu Runde erhöht sich die Messlatte. Schon sein nächster Gegner, Denis Shapovalov (ATP 39), dürfte ihm deutlich mehr abverlangen. Bei den letztjährigen US Open benötigte Sinner vier Sätze und über drei Stunden für seinen Sieg gegen den Kanadier.
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