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Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

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Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Vor prominentem Fan: Der Sinner-Zug rollt weiter

Die erste von sieben Prüfungen in Roland Garros hat Jannik Sinner mit Bestnoten gemeistert. Den krassen Außenseiter Clement Tabur (ATP 171) spielte der große Turnierfavorit am Dienstagabend – vor einer prominenten Unterstützerin – an die Wand.

Neun Tage lagen zwischen Sinners Triumph beim Masters-1000-Turnier in Rom und seinem Auftakt in Paris. Einen Teil dieser Zeit nutzte der Südtiroler für einen Abstecher in seine Heimat Sexten, ehe er am Donnerstag in die französische Hauptstadt reiste. Dort musste sich der Weltranglistenerste mit völlig neuen Bedingungen vertraut machen, schließlich herrschen dieser Tage in Paris Temperaturen über 30 Grad. Die Anpassung ist dem 24-Jährigen hervorragend geglückt, denn zum Auftakt bot er eine imposante Leistung, die in einen 6:1, 6:3, 6:4-Sieg mündete. Es war sein 30 (!) Erfolg in Serie auf der ATP Tour.


Wie schon in Rom durfte sich der Sextner auf die Unterstützung eines Edelfans freuen: Die in diesem Jahr zurückgetretene Dorothea Wierer saß gemeinsam mit Schwester Magdalena in der Box des vierfachen Grand-Slam-Champions. Das Duo sah einen furiosen Beginn seines Pusterer Landsmannes, der sich neu in einem weiß-blauen Outfit der Öffentlichkeit präsentierte.

Sinner startet wie die Feuerwehr

Gleich im ersten Aufschlagspiel des Gegners breakte Sinner. Tabur wusste nicht, wie ihm geschah, schließlich schlugen die Gewinnschläge des Südtirolers rechts und links ein – und das, ohne unerzwungene Fehler zu produzieren. Im ganzen ersten Satz zählten die Statistiker nur deren zwei, Tabur häufte hingegen 13 Ungenauigkeiten an. Dass der erste Durchgang nach einer halben Stunde mit 6:1 an den Favoriten ging, verwundert angesichts dieser Zahlen nicht.

Der Weltranglisten-171., der erst sein zweites Grand-Slam-Match bestritt und erstmals auf einer solch großen Bühne auftrat, legte infolgedessen die Anfangsnervosität ab. Er spielte mutiger, offensiver und konnte Sinner hin und wieder ärgern – mehr aber auch nicht. Gewohnt konsequent schnappte sich der Schützling von Simone Vagnozzi und Darren Cahill schnell ein weiteres Break, das er anschließend problemlos verwaltete. Als der zweite Satz durch war, hatte Sinner schon 26 (!) Gewinnschläge bei nur neun Fehlern auf seinem Konto.

Sinner wird nur kurz ungenau

Die Leistungskurve der Nummer 1 erfuhr zum Start des dritten Satzes eine kleine Delle, die sich jedoch nicht auf das Ergebnis auswirkte. Drei leichtfertigt verzogene Vorhände bei eigenem Service vergaß er schnell, postwendend breakte er zum 2:1. Vagnozzi rief seinem Spieler in der Folge zu, dass er sich auf die Beinarbeit konzentrieren solle. Sinner hörte auf seinen Trainer, wurde wieder spritziger und fuhr den Sieg trotz vier vergebener Matchbälle mühelos ein. Die 15.000 Zuschauer auf dem Court Philippe-Chatrier applaudierten nach etwas mehr als zwei Stunden fair – auch wenn sie liebend gern mehr Tennis gesehen hätten.

Jannik Sinner spielte groß auf. © ANSA / MOHAMMED BADRA

Jannik Sinner spielte groß auf. © ANSA / MOHAMMED BADRA


In der zweiten Runde erhöht sich für den Sextner der Schwierigkeitsgrad: Juan Manuel Cerundolo (ATP 56), der jüngere Bruder von Francisco Cerundolo (ATP 26), schlug in der ersten Runde den Briten Jacob Fearnley (ATP 125) mit 6:2, 7:6 und 7:6 in knapp drei Stunden. Die gleichaltrigen Sinner und Cerundolo trafen schon einmal bei einem Grand Slam aufeinander – 2023 gewann der Südtiroler in Wimbledon mit 6:2, 6:2 und 6:2.

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