
Jannik Sinner peilt beim ATP-Masters den nächsten Titel an. © APA / RICH STORRY
Wenn es eng wird, ist Sinner (fast) unschlagbar
Am Donnerstagabend ist Jannik Sinner im Viertelfinale des ATP-Masters von Miami gefordert. Dabei kann er auch auf seine eindrucksvolle Nervenstärke bauen.
25. März 2026
Von: nie
Man kennt sich – das letzte Aufeinandertreffen ist jedoch trotzdem ziemlich lang her. Wenn sich Jannik Sinner und Frances Tiafoe am Donnerstag um 18.00 Uhr im Viertelfinale des ATP-Masters gegenüberstehen, können die beiden also nur geringfügig auf Erfahrungswerte setzen. Das letzte von insgesamt fünf Duellen fand im Sommer 2024 im Masters-Finale von Cincinnati statt: Sinner behielt in zwei Sätzen die Oberhand (7:6, 6:2) und holte den Titel. Der direkte Vergleich spricht mit 4:1 klar für den Südtiroler.
Doch ob ihm sein Gegenüber nun bekannt ist oder nicht: Sinner stellte in Miami bislang alles in den Schatten. Keinen einzigen Satz gab der viermalige Grand-Slam-Turniersieger im sonnigen Florida ab und stellte mit 28 in Folge gewonnenen Sätzen auf Masters-Niveau einen neuen Rekord auf. Im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Alex Michelsen war aber trotz seiner Dominanz ein Kraftakt gefordert ( 7:5, 7:6) – und auf eine dort gezeigte Stärke will Sinner auch im Match gegen dessen Landsmann setzen.
Sinner ist im Tiebreak (fast) unbezwingbar
Am Dienstag setzte sich der 24-Jährige im zweiten Satz im Tiebreak durch. Mal wieder, muss man an dieser Stelle sagen. Seit seinem Triumphzug in Wimbledon im vergangenen Jahr hat Sinner nämlich 15 von 16 Tiebreaks für sich entschieden. Der einzige Makel: Das verlorene Viertelfinale gegen Jakub Mensik in Katar, in dem der Tscheche auch in der Crunch Time die Nase vorn hatte.„Ich bin einfach jemand, der es liebt Tiebreaks zu spielen – oder sich wohlfühlt, wenn es 4:4 oder 5:5 steht.“ Jannik Sinner
„Ich bin einfach jemand, der es liebt Tiebreaks zu spielen – oder sich wohlfühlt, wenn es 4:4 oder 5:5 steht“, gab er auf der Pressekonferenz nach dem Achtelfinale zu. „In den wichtigsten Momenten eines Matches will ich nochmal einen drauflegen.“
Ein Tiebreak ist gegen die Nummer 20 der Weltrangliste und zweimaligen US-Open-Halbfinalisten durchaus ein Szenario, in welchem sich Sinner wiederfinden könnte. Bei seiner aktuellen Form wäre es aber auch denkbar, dass es der Superstar aus dem Pustertal erst gar nicht so weit kommen lässt. Aber aufgepasst: Tiafoe warf in der Runde der letzten 32 ausgerechnet Sinner-Bezwinger Mensik aus dem Turnier.
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