
Tennis-Superstar Jannik Sinner. © ANSA / TOLGA AKMEN
Wie geht’s weiter? Sinner steckt in einer Zwickmühle
Nach seinem heroischen Wimbledon-Sieg geht es für Superstar Jannik Sinner erst einmal in den wohlverdienten Urlaub. Doch wie sieht das weitere Programm des Sextners aus? Der beste Tennisspieler der Welt hat mit einem Luxusproblem zu kämpfen.
13. Juli 2026
Von: det
Die letzten Stunden von Jannik Sinner waren nach seinem Wimbledon-Triumph äußerst turbulent. Deshalb ist die Devise nun klar: Jetzt braucht es eine Pause! Der Sextner wird in den nächsten Tagen die Seele baumeln lassen, die Batterien aufladen und versuchen, den Kopf freizubekommen.
Aber natürlich bekam Sinner bei der Siegerpressekonferenz in Wimbledon die Frage gestellt: Wie geht es in den nächsten Wochen weiter? Welche Turniere stehen auf dem Plan? Die kurze und bündige Antwort: „Ich weiß es noch nicht.“
Er kann etwas schaffen, das noch keinem gelungen ist
Der beste Tennisspieler steckt in einem kleinen Dilemma, das zugegebenermaßen ein Luxusproblem ist. In dieser Saison hat Sinner nämlich alle fünf bisherigen Masters-1000-Turniere für sich entschieden. Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Madrid, Rom – immer hieß der Sieger Sinner. In der zweiten Jahreshälfte stehen noch die Turniere in Montreal, Cincinnati, Shanghai und Paris an. Der Sextner könnte also etwas schaffen, was vor ihm noch niemandem gelungen ist: Alle neun Masters-Turniere in einer Saison zu gewinnen.Simone Vagnozzi, der Trainer von Jannik Sinner, muss mit seinem Schützling den weiteren Fahrplan schmieden. © ANSA / DANIEL HAMBURY
Die nächsten zwei Masters-Turniere stehen in Nordamerika an: Ab 2. August geht’s im kanadischen Montreal los, ab 13. August wird in der US-Stadt Cincinnati gespielt. Die Frage ist nur: Sollte Sinner beide Male spielen (und womöglich gewinnen), wie würde sich das auf seine Physis und Fitness im Hinblick auf das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres auswirken? Ab 30. August steigen nämlich die US Open. Und im Tennis, da zählen die Grand-Slams bekanntlich mehr als alles andere.
Ein straffes Programm
Das Programm wäre jedenfalls ein sehr dichtes. Vor allem, weil die French Open im zurückliegenden Mai ein mahnendes Beispiel waren. Vor Roland Garros spielte der Pusterer zwei Monate quasi ununterbrochen und schied in der zweiten Runde aus – auch, wenn diese Sensation mehrere Gründe hatte. Das Sinner-Team muss in den nächsten Stunden also entscheiden: Zieht der Südtiroler das volle Programm durch, oder lässt er doch eines der Turniere aus?Sinner will auch beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in New York auftrumpfen. © ANSA / NEIL HALL
Der bisherige Rekord an Masters-Titeln in einer Saison liegt übrigens bei sechs, aufgestellt im Jahr 2015 von Novak Djokovic. Djokovic war auch der erste (und lange Zeit einzige) Spieler, dem es gelungen ist, alle Masters-1000-Titel mindestens ein Mal zu gewinnen. Seit dieser Saison hat der Serbe Gesellschaft bekommen: Auch Sinner hat sich den Career Golden Masters geholt und jeden der neun Masters-Titel mindestens ein Mal gewonnen. Das gelang außer Djokovic und dem Sextner noch keinem.
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