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Nach dem French-Open-Triumph konnte Alexander Zverev sein Glück kaum fassen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

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Nach dem French-Open-Triumph konnte Alexander Zverev sein Glück kaum fassen. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Zverev hat sich nach Sinner-Drama „selbst angelogen“

Das überraschende Ausscheiden von Jannik Sinner bei den French Open hat nicht nur die Tenniswelt erschüttert, sondern auch Alexander Zverev beschäftigt. Es habe ihm sogar den Schlaf geraubt, wie der neue Roland-Garros-Champion nun verrät.

Sinner, die Nummer eins der Tenniswelt, scheiterte in Paris aufgrund gesundheitlicher Probleme bereits in der zweiten Runde. Für Alexander Zverev hatte die Nachricht eine besondere Bedeutung. Plötzlich war der Deutsche der höchstgesetzte verbliebene Spieler im Tableau und rückte automatisch in die Rolle des Topfavoriten. Er, der noch nie ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hatte.


Lange hatte Zverev versucht, sich von den Erwartungen nicht beeinflussen zu lassen. Jetzt – Tage nach seinem Triumph im Finale gegen Flavio Cobolli – räumte der 29-Jährige jedoch ein, dass ihn die neue Ausgangslage stark beschäftigte.

„Ich habe das gefaked bis zum Gehtnichtmehr“ Alexander Zverev

Im Interview mit Sky Sport sagte Zverev: „Ich habe das gefaked bis zum Gehtnichtmehr. Jetzt kann ich auch ehrlich sein. Ich habe mich selbst angelogen. Für meinen eigenen guten Zweck.“ Die Woche in Paris sei für ihn „die stressigste Woche“ seines Lebens gewesen. Nach mehreren verlorenen Grand-Slam-Finals eröffnete das Sinner-Aus für Zverev die vielleicht beste Chance seiner Karriere.

Plötzlich die Riesenchance

Dass ihn diese Situation nicht kaltließ, bestätigte er nun selbst. „Auch wenn ich das Handy aus habe und nichts lese, bekommst du das natürlich trotzdem mit, dass die beiden raus sind. Das hat mich nervös gemacht. Ich habe eine Nacht nicht geschlafen. Das war plötzlich meine Riesenchance, meinen ersten Grand Slam zu gewinnen, die ich gewinnen kann und vielleicht muss. Da war unfassbar viel Druck“, sagte Zverev im Gespräch mit Bild.

Alexander Zverev mit dem geschlagenen Paris-Finalisten Flavio Cobolli. © ANSA / TERESA SUAREZ

Alexander Zverev mit dem geschlagenen Paris-Finalisten Flavio Cobolli. © ANSA / TERESA SUAREZ


Nur wenige Tage nach seinem Triumph wirkt Zverev dagegen deutlich gelöster. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm der Augenblick, als er die Coupe des Mousquetaires erstmals in den Händen hielt. „Das war dieser Moment, auf den ich Jahre gewartet habe“, Besonders emotional sei anschließend der Gang zu seiner Familie gewesen. Den Pokal seinem Vater, seiner Mutter und seinem Bruder zu überreichen, sei für ihn „das Besondere“ gewesen.

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