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Italien bekam die Grenzen aufgezeigt. © Andre Ringuette

Italien wird von Lettland vorgeführt

Italiens Eishockey-Nationalmannschaft steht beim Olympia-Qualifikationsturnier in Riga schon nach dem ersten Spiel vor dem Aus: Die Azzurri hatten am Donnerstagabend gegen die in allen Belangen überlegenen Letten nicht den Hauch einer Chance.

Das Team von Greg Ireland hatte alle drei Tests vor dem Qualifikationsturnier verloren, sich im Auftaktspiel gegen Lettland aber dennoch Außenseiterchancen ausgerechnet. Nicht zuletzt, weil bei der diesjährigen Weltmeisterschaft die damals ersatzgeschwächten Azzurri Lettland alles abverlangt hatten (0:3). In Bestbesetzung „den Gastgebern die Party vermiesen“, war nun das Ziel der Ireland-Truppe. Doch daraus wurde nichts: Lettland ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg aufkommen und gewann hochverdient mit 6:0.


In der gut besuchten Arena Riga spürten die lettischen Fans von Beginn an, dass ihr Team gegen dieses Italien nicht Gefahr läuft, das Spiel zu verlieren. Zu groß waren die Unterschiede bezüglich Schnelligkeit, Technik und Spielintelligenz. Und so dauerte es gerade mal dreieinhalb Minuten, ehe auf den Rängen erstmals Jubelschreie ausbrachen: Janis Jaks zog von der blauen Linie ab und überraschte Andreas Bernard, dem geschickt die Sicht genommen wurde. Rund zwei Minuten später erhöhte Lettland auf 2:0, nachdem die Azzurri in der eigenen Zone lehrbuchmäßig ausgespielt wurden. Rodrigo Abols schloss die sehenswerte Kombination ab (6.). Italien brauchte lange, um sich von diesem Doppelschlag zu erholen. Erst in der Schlussphase des Drittels sorgten eine Einzelaktion von Stefano Giliati und Schüsse aus zentraler Position von Simon Kostner und Thomas Larkin für Torgefahr.

Lettland dominiert
Anstatt diesen Angriffsbemühungen Kontinuität zu verleihen, brach das Blue Team im zweiten Abschnitt komplett ein. Hatte Italien das Anfangsdrittel noch mehr oder weniger ausgeglichen gestalten können, so spielten nun nur noch die Gastgeber. Eine tolle Puckstafette, die Kristians Rubins veredelte (27.), und ein Treffer in doppelter Überzahl von Miks Indrasis (30.) stellten die Weichen auf Sieg und das Ergebnis auf 4:0. Um zu verdeutlichen, wie dominant Lettland im Mittelabschnitt auftrat, reicht ein Blick auf die Schussstatistik, die 17 lettische und lediglich 3 italienische Abschlüsse notierte.

An eine Aufholjagd glaubte der Außenseiter nun nicht mehr. Immerhin versuchte er, den Ehrentreffer zu erzielen und spielte deshalb befreit nach vorne. In Person von Angelo Miceli schafften es die Azzurri auch, Torgefahr zu kreieren, der Kasten von Ivars Punnenovs blieb an diesem Abend jedoch rein. Auf der Gegenseite musste Bernard zwei weitere Male hinter sich greifen, als Lorenzo Casetti einen Indrasis-Pass ins eigene Tor lenkte (49.) und Kaspars Daugavins seine Gegner mit einem Alleingang alt aussehen ließ (53.).
Keine Zeit zum Durchatmen
Weiter geht es für die Ireland-Truppe bereits am Freitag, wenn in Riga das zweite Gruppenspiel gegen Frankreich, das am Donnerstag Ungarn mit 5:3 bezwang, ansteht (15 Uhr). Ein Sieg ist dabei Pflicht.
Olympia-Quali:
Italien - Lettland 0:6
Tore: 0:1 Jaks (3.23), 0:2 Abols (5.28), 0:3 Rubins (26.15), 0:4 Indrasis (29.48), 0:5 Indrasis (48.56), 0:6 Daugavins (52.57)

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