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John Parco ist in der italienischen Eishockey-Szene ein bekannter Name. © Jim Egan/FISG

Parco soll Italiens Jugend auf Vordermann bringen

Die Nachwuchsteams Italiens haben sich in den abgelaufenen Jahren nicht mit Ruhm bekleckert. Asiago-Legende John Parco soll diesen Trend als neuer FISG-Jugendchef umkehren und die Entwicklung der gesamten Eishockey-Bewegung fördern.

Im letzten Dezember hatte die italienische Nachwuchsbewegung einen Tiefpunkt erreicht: Erstmals seit dem Jahr 2006 stieg die U20-Nationalmannschaft in die Viertklassigkeit ab. Bei der nächsten Weltmeisterschaft heißen die Gegner deshalb Rumänien, Spanien oder Litauen. Es war ein knallharter Beweis, dass Länder wie Österreich oder Slowenien, mit denen man im letzten Jahrzehnt stets mithalten konnte, in puncto Nachwuchsarbeit weit enteilt sind. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2026 verheißt dies nicht Gutes.

Es tut sich etwas
Als Reaktion hat der italienische Eissportverband in diesem Sommer ein Trainingslager für die Nachwuchstalente in Forma auf die Beine gestellt. Nun folgt ein weiterer wichtiger Baustein: In einer Sitzung hat die FISG John Parco, ehemaliger Kapitän und Cheftrainer von Asiago sowie langjähriger Nationalspieler, zum Direktor für die Entwicklung des Jugendhockeys ernannt. Der 48-Jährige unterzeichnete einen Zweijahresvertrag. Der Verband will damit „eine bereits solide und gut aufgestellte Struktur“ durch die Aufnahme eines Fachmannes stärken.

„Mit dieser Verpflichtung will der Verband noch näher an den Vereinen sein“, erklärt Tommaso Teofoli, Eishockey-Abteilungsleiter der FISG: „Wir haben eine wichtige Arbeit für die Nationalmannschaft geleistet und tun dies auch weiterhin. Nun wollen wir die Entwicklung unserer jungen Spieler durch die tägliche Arbeit und dem Kontakt zu den Vereinen fördern, um immer höhere Standards zu gewährleisten.“

Neben der Verpflichtung Parcos gab die FISG bekannt, dass Torgny Bendelin dem Verband weiterhin als Berater und Mentor in Sachen Jugendarbeit zur Seite stehen wird. Außerdem bekleidet Giorgio De Bettin das Amt des U20-Cheftrainers künftig als Vollzeitjob. „Das ist Novum. Erstmals setzt die FISG einen Vollzeittrainer in eine Jugendnationalmannschaft ein“, sagt der Chef der Nationalmannschaften, Stefan Zisser. Es sei ein Zeichen des Verbandes, dem gesamten Jugendbereich immer mehr Bedeutung beizumessen. „Wir haben eine bereits starke Struktur weiter konsolidiert“, so der frühere HCB-Crack.

Autor: leo

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