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Sebastian Soracreppa (r.) und die Azzurri gerieten gegen Deutschland ins Straucheln. © HHOF-IIHF Images / A. Ringuette

Trotz 4 Toren: Italien unterliegt Deutschland deutlich

Es wurde der erwartet harte Auftakt in die Eishockey-Weltmeisterschaft: Italiens dezimiertem Nationalteam wurden beim ersten Auftritt in Riga von Deutschland deutlich die Grenzen aufgezeigt. Dennoch: Es war nicht alles schlecht beim WM-Start.

Die aufgrund der vielen Corona-Ausfälle arg gebeutelten Azzurri unterlagen dem DEB-Team mit 4:9. Die Truppe von Ersatz-Headcoach Giorgio De Bettin war zwar engagiert, konnte einen klaren Qualitätsunterschied aber nicht wettmachen. Dabei hatte nach dem Startdrittel nichts auf eine derart deutliche Pleite hingedeutet.


Deutschland war bereits in den ersten 20 Spielminuten das bessere Team, doch Italien hielt lange die Null und ging schließlich mit einem 2:2 in die Pause. Den Führungstreffer der Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 durch Nico Kammer wandelten die beiden italienischen Assistenzkapitäne Alex Petan und Luca Frigo völlig überraschend in ein 2:1 um. Moritz Müller konnte aber noch vor der ersten Sirene ausgleichen.

Luca Frigo brachte Italien zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. © A. Ringuette/HHOF-IIHF Images


Nach Wiederbeginn war es dann um die Azzurri geschehen. NHL-Profi Tobias Rieder, Frederik Tiffels, Doppeltorschütze Marcel Noebels und Lukas Reichel schossen eine klare 7:2-Führung für Team Germany heraus. Italiens Goalie Justin Fazio konnte einem zwischenzeitlich leidtun, denn die Azzurri bekamen in dieser Phase des Spiels kaum ein Bein aufs Eis. Sinnbildlich für die nun deutlich verteilten Machtverhältnisse war Deutschlands Treffer zum 8:2 zu Beginn des Schlussdrittels, als sich vier DEB-Cracks munter durch fünf Azzurri hindurchkombinierten und Plachta schließlich nach einem Querpass ins Kreuzeck traf.
Italien bricht im Mitteldrittel ein
Dieser sich aneinanderreihenden Nackenschläge zum Trotz gab sich Italien jedoch keinesfalls ehrenlos geschlagen. Nach dem achten Gegentor bäumten sich die Cracks in Weiß und Blau nochmal auf und trafen binnen anderthalb Minuten zwei Mal ins Schwarze. Zunächst staubte Anthony Bardaro ab, dann netzte dessen Bozner Teamkollege und Italien-Kapitän Daniel Frank ein. An eine erfolgreiche Aufholjagd war in der verbleibenden Schlussviertelstunde aber nicht mehr zu denken – auch weil Leo Pföderl in der 49. Minute das 9:4 erzielte. Es war dies gleichzeitig der Schlusspunkt einer Auftaktpartie, die nur bis zur ersten Drittelpause offen war.

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Der herben Niederlage zum Trotz gibt es in den Reihen der aufopferungsvoll kämpfenden Azzurri auch Positives zu vermelden. So feierte etwa der erst 17-jährige Thomas Galimberti von IHL-Klub Eppan sein WM-Debüt. Auch die vier Treffer dürften der Moral guttun. Zum Vergleich: Bei der WM 2019 blieb Italien in den ersten vier Spielen ohne Erfolgserlebnis und kassierte zeitgleich satte 38 Gegentore.

Auch der kompakte Auftritt im Startdrittel und die Moral gegen Ende der Partie geben etwas Hoffnung in Hinblick auf die nächsten Monster-Aufgaben bei dieser WM. Weiter geht es am Sonntag gegen Norwegen (ab 11.15 Uhr im SportNews-Ticker). Dann wird auch Enrico Miglioranzi mitwirken, der seine Corona-Infektion ausgestanden hat und bereits nach Riga nachgereist ist.

Italien – Deutschland 4:9
Italien: Fazio (Fadani); Casetti-Hochkofler, Glira-Spornberger, Marchetti-Pietroniro, Gios-Sopracreppa; Frank-Petan-Miceli, Giliati-Rosa-Deluca, Frigo-Bardaro-Magnabosco, Pitschieler-Andergassen-Galimberti
Coach: De Bettin

Deutschland: Bruckmann (Niederberger); Moritz Müller-Seider, Brandt-Holzer, Wagner-Nowak, Jonas Müller-Gawanke; Kühnhackl-Krammer-Rieder, Reichel-Noebels-Pföderl, Plachta-Loibl-Eisenschmid, Bergmann-Kastner-Tiffels
Coach: Söderholm

Tore: 0:1 Tom Kühnhackl (15.56), 1:1 Alex Petan (17.42), 2:1 Luca Frigo (18.07), 2:2 Moritz Müller (18.44), 2:3 Tobias Rieder (24.23), 2:4 Frederik Tiffels (27.47), 2:5 Marcel Noebels (35.13), 2:6 Lukas Reichel (37.52), 2:7 Marcel Noebels (38.35), 2:8 Matthias Plachta (42.52), 3:8 Anthony Bardaro (43.22), 4:8 Daniel Frank (44.06), 4:9 Leonhard Pföderl (48.41)

Schlagwörter: Eishockey

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