
Dorothea Wierer hat ihr Lächeln auch nach dem verkorksten Sprint nicht verloren. © ANSA / Teyssot
Dorothea Wierer: „Wir freuen uns auf Rebecca“
Im nebligen Schneetreiben von Antholz erwischten Italiens Biathletinnen am Samstag einen richtig gebrauchten Tag – allen voran Dorothea Wierer. Und dennoch war nicht alles trist in der Olympia-Arena.
14. Februar 2026
Aus Antholz

Von:
Alexander Foppa
Vor versammelter Medienrunde analysierte Dorothea Wierer am Samstagnachmittag ihre Leistung im Sprintrennen. Dieses hatte sie zuvor auf Rang 44 beendet – und damit war sie so weit hinten gereiht wie nie zuvor in diesem Winter. „Das war gar nicht mein Tag heute“, so die 35-Jährige.
Wierer hatte sich so sehr auf die Winterspiele, den Karriereabschluss daheim, gefreut, war die erste Woche durch den Silber-Gewinn in der Mixed-Staffel auch befeuert angegangen. Doch an diesem Samstagnachmittag wirkte sie erstmals etwas ratlos. „Mir ist der erste Schuss zu schnell abgegangen, dann war ich schon aus dem Rhythmus. Hinzu kam, dass ich mich in der Loipe nicht richtig spritzig gefühlt habe“, so Wierer. Mit einem Blick auf das Verfolgungsrennen am Sonntag sagte sie: „Ich muss schauen, dass ich zu Kräften komme – auch weil noch eine ganze Olympia-Woche wartet.“
Die Suche nach neuer Energie
Wierer haderte zwar mit der eigenen Leistung, doch dann hellte sich plötzlich ihr Gesichtsausdruck auf. Angesprochen auf den Freispruch von Rebecca Passler sagte sie: „Ich freue mich riesig für sie, denn was sie die letzten Tage mitmachen musste, ist nicht normal. Ich weiß nicht, wie es die nächsten Tage weitergeht, ob sie die Staffel läuft oder nicht, fest steht: Wir freuen uns drauf, Rebby hier bei uns zu haben!“Hannah Auchentaller warf im Sprint alles in die Waagschale. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Noch bevor Passler am Montag zum Team stößt, steht in Antholz eine weitere Olympia-Entscheidung an, das Verfolgungsrennen am Sonntag. Dort ist auch Hannah Auchentaller wieder am Start, die unmittelbar vor Wierer als 43. in die Loipe gehen wird. „Ich denke, wir werden da beide von Beginn an Gas geben und uns gegenseitig nach vorne treiben“, so Auchentaller, die zuvor jedoch noch den Sprint aufarbeiten will: „Ich muss verstehen, warum ich zwei Mal danebengeschossen habe und weshalb ich nicht auf Touren gekommen bin. Aber ich bin für den Verfolger durchaus positiv gestimmt.“
„Das war nicht genug für eine Medaille – das muss ich ehrlich sagen“ Lisa Vittozzi
Neben Auchentaller nimmt sich auch Lisa Vittozzi viel für das nächste Rennen vor. „Ich habe im Sprint alles gegeben, doch das war nicht genug für eine Medaille – das muss ich ehrlich sagen. Im Vergleich zum Einzel war es aber ein großer Schritt nach vorne, das gibt mir Kraft für das Verfolgungsrennen.“ Dort geht Vittozzi als Fünfte an den Start. Ob es fürs Podium reicht, wird sich mit Rennbeginn um 14.45 Uhr zeigen. Bereits um 11.15 Uhr bestreiten die Männer ihren Verfolger. SportNews wird wie immer mit einem Liveticker dabei sein.
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