S+
Emilien, Fabien und Florent Claude mit der Goldmedaille in Antholz. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

e Biathlon

Emilien, Fabien und Florent Claude mit der Goldmedaille in Antholz. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Drei Biathlon-Brüder feiern in Antholz „Familien-Gold“

Die Olympischen Spiele schreiben ihre eigenen Geschichten – so auch im Falle der Gebrüder Claude, die sich in Antholz gemeinsam über eine Goldmedaille freuen durften.

Dass sich drei Brüder in der Weltspitze eines Sports etablieren, ist gewiss außergewöhnlich. Eine gemeinsame Teilnahme an den Olympischen Spielen dagegen fast schon unglaublich. In der Familie Claude ist das märchenhafte Szenario jedoch Realität – und seit Dienstag sogar vergoldet. So krönte sich Fabien, mit 31 Jahren das mittlere Geschwisterchen, in der Staffel der Herren an der Seite von Éric Perrot, Émilien Jacquelin und Quentin Fillon Maillet zum Olympiasieger. Auch für seine Brüder Émilien (26) und Florent (34) ein unvergesslicher Moment.


Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:



„Das ist die Krönung einer Generation“, schwärmte Émilien, der in Antholz nicht zum Einsatz kam, im Interview mit Nordic Magazine. „Zu sehen, wie Fabien Olympiasieger wird, ist ein wahr gewordener Traum. Sein Staffel-Silber vor vier Jahren in Peking war schon eine Familien-Medaille, das hier heute ist Familien-Gold.“

Claude-Brüder müssen zittern

In Stein gemeißelt war der französische Olympiasieg trotz der prominenten Aufstellung aber nicht, ausgerechnet aufgrund einer Strafrunde seitens Startläufer Fabien fiel Frankreich zwischenzeitlich auf den letzten Platz zurück. „Es stimmt: Anfangs hatten wir etwas Angst“, gab Florent, der für die belgische Nationalmannschaft an den Start geht, einen Einblick. „Aber am Ende ist es ein Teamwettkampf, die dauern immer etwas länger.“

Die französische Staffel mit ihrem Olympia-Gold. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Die französische Staffel mit ihrem Olympia-Gold. © ANSA / PIERRE TEYSSOT


Das olympische Gold in der Südtirol Arena zu Antholz sei „einfach unglaublich“, führte Florent weiter aus. „Als sein großer Bruder freue ich mich wirklich sehr für ihn. Es ist ein Traum, den wir glücklicherweise jahrelang gemeinsam verfolgen durften. Irgendwie fühlt es sich wie unsere Medaille an, obwohl sie nicht uns gehört. Ich durfte sie sogar berühren und kurz selbst tragen!“
„Vor sechs Jahren hätte es unser Vater auch nicht geglaubt, weil wir noch einen langen Weg vor uns hatten.“ Émilien Claude

Die Gedanken in diesem einzigartigen Augenblick gelten auch dem verstorbenen Vater. Bereits vor den Winterspielen sprach Émilien von einer schicksalhaften Fügung. Am 20. Jänner wurde der 26-Jährige nämlich in die französische Olympia-Mannschaft berufen – auf den Tag sechs Jahre nach dem Tod ihres Papas. „Wenn uns jemand vor 15 Jahren gesagt hätte, dass wir mal gemeinsam bei Olympischen Spielen dabei sein würden, weiß ich nicht, ob wir ihm geglaubt hätten“, sagte er. „Vor sechs Jahren hätte es unser Vater auch nicht geglaubt, weil wir noch einen langen Weg vor uns hatten.“

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH