
Lukas Hofer will auf diese Leistung aufbauen. © Felice Calabro'
Hofer und sein Zimmerkollege: „Gönne es ihm von Herzen“
Nach dem Olympia-Sprint der Männer am Freitag in Antholz war die Stimmung in Italiens Team völlig zweigeteilt. Hier Tommaso Giacomel, der mit den Tränen rang. Dort ein Teamkollege, der von allen beglückwünscht wurde.
13. Februar 2026
Von: fop
Eine Einzelentscheidung ohne Azzurri in den Top Ten, so wie beim Olympia-Sprint geschehen – das kommt im Biathlonzirkus seit geraumer Zeit äußerst selten vor. Erst recht, seitdem Tommaso Giacomel in der Weltelite vorne mitmischt.
Der 25-Jährige aus dem Primiero-Tal im Trentino trumpfte zum Olympia-Auftakt mit der „silbernen“ Mixed-Staffel groß auf, doch seitdem läuft er den Erwartungen um Längen hinterher. „Das ist ein absoluter Tiefpunkt“, sagte Giacomel nach seinem 22. Platz, „ich bin bitter enttäuscht über mich und meine Leistung.“
„Das ist ein absoluter Tiefpunkt“ Tommaso Giacomel
Eine Aufholjagd am Sonntag in der Verfolgung ist für einen Mann seiner Klasse eigentlich kein Ding der Unmöglichkeit, doch er selbst sagt: „Das Rennen kann ich jetzt schon vergessen.“ Wer Giacomel und seine Emotionen kennt, weiß allerdings, dass er schon morgen wieder von Neuem angreifen wird.
Tommaso Giacomel war völlig am Boden zerstört. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Dasselbe gilt auch für Lukas Hofer, der von Position 13 aus in den Verfolger geht. „Die Zeitabstände sind sehr klein, da ist sicherlich etwas möglich. Mit meiner Form bin ich grundsätzlich zufrieden, ich muss jetzt aber weitere Schritte nach vorne setzen“, so der 36-jährige Routinier aus Montal.
Lukas Hofers Magen spielte nicht mit
Hofer hatte bei seinem dritten Olympia-Einsatz vor heimischem Publikum mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. „Ich habe vermutlich bei der Ernährung vor dem Rennen etwas falsch gemacht, jedenfalls war beim Laktatspiegel etwas nicht in Ordnung. Mein Magen hat während des Rennens ordentlich rebelliert.“ Auf seine Leistung habe dies allerdings keinen großen Einfluss genommen.Nicola Romanin lief das Rennen seines Lebens. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Apropos Leistung: Hofer hob jene seines Zimmerkollegen Nicola Romanin hervor. „Ich kenne ihn schon lange und weiß, was er leisten kann. Es freut mich riesig für ihn, dass er das jetzt ausgerechnet hier zeigen konnte.“ Mit dem 16. Platz verbuchte der 31-Jährige aus dem Friaul ausgerechnet beim Olympia-Debüt sein bestes Karriereergebnis. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Das ist der schönste Tag in meinem Sportlerleben“, strahlte er.
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