
Auch Lukas Hofer stand beim Loop One Festival im Mittelpunkt. © Pierre Teyssot / Pentaphoto
„Richtig geil!“ Hofer und Brunello herzen München
Am zurückliegenden Wochenende war beim Loop One Festival in München für Biathlon-Spektakel vom Feinsten gesorgt. Dabei bekamen mit Lukas Hofer und Gaia Brunello auch zwei Südtiroler reichlich Rampenlicht ab.
20. Oktober 2025
Aus dem Olympiapark in München

Von:
Christoph Niederkofler
Da huschte auch dem Routinier ein Lächeln über die Lippen. Als die 13 Athleten des dritten Qualifikationslaufs im Super-Sprint ihren Platz eingenommen hatten und die TV-Kamera Lukas Hofer einfing, heizte der Stadionsprecher dem Festivalgelände am Olympiasee noch einmal so richtig ein. Auf sein animierendes „Lukas!“ folgte sogleich ein lautstarkes „Hofer!“ von den Tribünen, die von knapp 9.000 Menschen bevölkert waren. Ein besonderer Moment für den 36-Jährigen, der sich bei der neuartigen Saisoneröffnung in urbanem Setting besonders wohlfühlte.
„Das ist einfach mega hier. So viele Menschen mitten im Sommer im Herzen von München: ein Wahnsinn“, schwärmte er im anschließenden Interview mit SportNews. An dem Format – Qualifikations- und Finalläufe mit kurzen und knackigen Runden auf Rollski – könne man aber noch etwas feilen. „Es ist sehr interessant, aber vielleicht könnte man es auf zwei Tage aufteilen mit mehreren Läufen oder auch dem ein oder anderen längeren Rennen“, gab Hofer einen Denkanstoß. Insgesamt sei das Event in der bayerischen Landeshauptstadt aber ein absoluter Hit gewesen. „Ich finde es richtig geil. Für den Sport ist es die beste Werbung.“
Hofer: „Das kann passieren“
Zum Sprung ins Finale sollte es für den dreimaligen Vizeweltmeister am Sonntag aber nicht reichen. Zwei Strafrunden brockte sich Hofer am Schießstand ein, in der Endabrechnung fehlten ihm nur wenige Sekunden zum Showdown um den Sieg. „Heute war es zweimal knapp – aber das kann passieren“, merkte er an. Mit seiner Leistung am Abzug sei er grundsätzlich zufrieden. „Am Schießstand habe ich genau das durchgezogen, was ich über den ganzen Sommer hinweg trainiert habe. Ich will schnell schießen und keine Zeit mehr verlieren.“Der Olympiapark in München – voller Biathlon-Fans. © APA/afp / MICHAELA STACHE
Doch nicht nur im Kampf gegen die Scheiben, auch auf der Strecke zählte Hofer zu den Schnellsten seines Laufs. Zum Stehendanschlag kam er nämlich zeitgleich mit jenen Läufern, welche ohne Fehler geblieben waren. „Auf der letzten Runde hat mir aber etwas die Kraft gefehlt“, meinte Hofer, ehe er lachend abschloss: „Im Winter werden wir aber deutlich mehr Anstiege haben, dann muss ich nicht so viel im Flachen draufdrücken!“
Brunello und eine unglaubliche Runde
Ebenso in München am Start war die Grödnerin Gaia Brunello. Die 23-Jährige, die für den brasilianischen Verband an den Start geht, landete in ihrem Qualifikationslauf zwar auf dem zwölften und letzten Platz, erlebte aber dennoch einen unvergesslichen Auftritt. Auf den finalen Metern galt die komplette Aufmerksamkeit der Arena am Olympiasee der Südtirolerin, Applaus und Jubel begleiteten sie auf dem Weg ins Ziel.Gaia Brunello erlebte in München einen besonderen Moment.
„Das hätte ich mir nie erwartet!“, meinte sie im Gespräch mit SportNews. „Dass so viele Leute da sind – und dann noch mich so sehr anfeuern. Die letzte Runde war einfach unglaublich, das hat sich nicht real angefühlt und machte mir eine riesige Freude. Hoffentlich gibt es in einem Jahr ein nächstes Mal.“
Mit ihrer Vorbereitung ist Brunello bislang zufrieden. Zurzeit trainiert sie mit einer Mannschaft in Garmisch-Partenkirchen unter der Aufsicht von Trainer Bernhard Kröll. „Selina Grotian ist zum Beispiel auch im Team sowie andere Athleten, die richtig etwas drauf haben“, so Brunello. „Vielleicht entwickelt sich da etwas auch bei mir.“
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