
Tommaso Giacomel musste aufgeben. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
Sorgen in Antholz: Giacomel bricht sein Rennen ab
Ausgerechnet im letzten Olympia-Rennen der Biathlon-Herren hat sich um Italiens Superstar Tommaso Giacomel eine heikle Szene abgespielt.
20. Februar 2026
Von: det
Tommaso Giacomel war Italiens große Medaillenhoffnung für den Massenstart, der die Olympischen Wettkämpfe der Biathlon-Herren am Freitag abschloss. Und tatsächlich mischte der 25-Jährige aus dem Trentino zunächst ganz vorne mit. Bei den ersten beiden Schießeinlagen blieb Giacomel fehlerlos und ging anschließend als Führender in die Loipe.
Doch dann ereigneten sich die besorgniserregenden Szenen: Plötzlich war Giacomel auf den TV-Kameras nicht mehr zu sehen – und lag bei der nächsten Zwischenzeit auf einmal eine halbe Minute hinter der Spitze.
Giacomel (rechts) führte das Feld zwischenzeitlich an. © APA/afp / MARCO BERTORELLO
Als der Trentiner an einem Betreuer vorbeilief, zeigte er auf seinen Oberkörper. Der 25-Jährige nahm das Tempo raus, setzte sich an den Pistenrand und brach sein Rennen ab. Sofort eilten Betreuer und Trainer herbei.
„Giacomel konnte nicht mehr richtig atmen.“ Italiens Wintersportverband FISI
Die Sorgen waren in der Südtirol Arena groß, wenige Minuten später kam von Italiens Wintersportverband FISI eine kurze Mitteilung: „Giacomel hat sein Rennen abgebrochen, weil er sich nicht gut gefühlt hat.“ Was genau dazu geführt hat und wie es dem jungen Biathleten geht, ist derzeit nicht klar. Er wurde zur ersten Untersuchung ins eigens für Olympia eingerichtete Medical Center in Niederrasen gebracht. Er soll mittlerweile wieder guter Verfassung sein.
Norwegischer Doppelsieg
Zum Olympiasieger kürte sich am Freitag Johannes Dale-Skjevdal, der sich gegen seinen norwegischen Landsmann Sturla Holm Laegreid und den Franzosen Quentin Fillon Maillet durchsetzte. Der Südtiroler Lukas Hofer erlebte ein schwieriges letztes Olympia-Rennen. Hier geht's zum ausführlichen Bericht.Profil bearbeiten
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