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Emilien Jacquelin bei seiner Zielankunft am Sonntag in Antholz. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

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Emilien Jacquelin bei seiner Zielankunft am Sonntag in Antholz. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Treffen in Antholzer Hotel: Biathlon-Stars schließen Frieden

Es war eines der vorherrschenden Themen in der ersten Olympia-Woche: Sturla Holm Laegreids Seitensprung und die giftige Reaktion aus dem französischen Lager. Jetzt gibt es eine Kehrtwende.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Sturla Holm Laegreid und Emilien Jacquelin hatten die vergangenen Tage mächtig für Wirbel gesorgt. Ausgegangen war alles vom Seitensprung-Geständnis des Norwegers, das bei einigen Konkurrenten gar nicht gut ankam. Dazu zählt auch Jacquelin.


Der Franzose wurde von Laegreid am Freitag im Sprint um 0,2 Sekunden vom Bronzerang verdrängt, woraufhin er einen verbalen Giftpfeil abfeuerte. „Ich wurde von einem untreuen Kerl geschlagen. Oh mein Gott“, sagte er nach seinem vierten Platz kichernd. Laegreid konterte schlagfertig: „Ich weiß nicht, was mit Jacquelin los war. Hat er angehalten, um das Publikum zu grüßen?“ Doch damit nicht genug, denn Jacquelin versprach postwendend: „Ich werde ihn in der Verfolgung vernichtend schlagen, dann sehen wir weiter.“

„Wir hatten die Möglichkeit, die Dinge anzusprechen“ Sturla Holm Laegreid

Dieses Vorhaben des Franzosen scheiterte jedoch – schlimmer noch: Jacquelin warf beim letzten Schießen die Goldmedaille weg und landete am Ende hinter Laegreid, der bereits seine dritte Einzelmedaille bejubelte, auf Rang drei (hier geht's zum Bericht).

Emilien Jacquelin (l.) und Sturla Holm Laegreid liefen mit Olympiasieger Martin Ponsiluoma aufs Podest. © ANSA / PIERRE TEYSSOT

Emilien Jacquelin (l.) und Sturla Holm Laegreid liefen mit Olympiasieger Martin Ponsiluoma aufs Podest. © ANSA / PIERRE TEYSSOT


Doch anstatt den Streit im Anschluss weiter zu befeuern, waren die beiden Kontrahenten in der Pressekonferenz in Antholz um Frieden bemüht. „Wir haben uns noch am Abend nach dem Sprint im Hotel getroffen und haben die Sache geklärt“, verriet Jacquelin.
„Ich habe meine Meinung dazu gesagt, mehr nicht.“ Emilien Jacquelin

Die Franzosen und Norweger nächtigen nämlich pikanterweise in der selben Unterkunft, dem Falkensteiner Hotel unweit der Biathlon-Arena. „Ja, das stimmt. Wir hatten dort die Möglichkeit, die Dinge anzusprechen“, so Laegreid, „Ich weiß, dass Emilien ein ehrgeiziger Typ und ein enorm starker Biathlet ist. Ich schätze ihn deshalb.“ Dem fügte Jacquelin hinzu: „Man kann Sturlas Äußerungen gutheißen oder nicht. Ich habe meine Meinung dazu gesagt, mehr nicht. Natürlich war das für die Medien ein gefundenes Fressen. Jetzt ist das aber ausgeräumt.“ Also heißt es in der Causa: Ende gut, alles gut.



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