
Maybritt Vigl bestritt ihr erstes Rennen bei Olympia. © ANSA / TERESA SUAREZ
An der Seite eines Stars: Vigls besonderes Olympia-Debüt
Mit 21 Jahren feierte Maybritt Vigl am Montagnachmittag ihr Debüt bei den Olympischen Spielen in Mailand. Sie überzeugte einerseits mit einer guten Leistung, andererseits wurde der Südtirolerin eine große Ehre zuteil.
09. Februar 2026
Von: leo
„Ich kann’s kaum erwarten, an den Start zu gehen. Ich glaube, es wird ein unvergessliches Rennen“, sagte die Athletin aus Oberinn im Vorfeld ihres Olympia-Debüts. Vigl sollte recht behalten. Die Rittnerin landete im Finale der besten 30 auf dem 25. Platz.
Vigl eröffnete am Montag das 1.000-Meter-Rennen der Damen. An ihrer Seite lief keine Geringere als Suzanne Schulting. Die Niederländerin genießt in ihrer Heimat Legendenstatus, schließlich ist sie im Short Track dreifache Olympiasiegerin, zwölffache Weltmeisterin und 17-fache Europameisterin. Seit November 2024 versucht sie ihr Glück im Eisschnelllaufen, wo sie schon ihren ersten Weltcupsieg feierte.
Leerdam gewinnt Gold
Der Südtirolerin spielte die starke Gegnerin nicht in die Karten, da die Niederländerin so schnell war, dass sie Vigl beim Wechsel von der Außenspur in die Innenspur leicht einbremste. Die Zeit von 1.17,151 Minuten ließ sich aber durchaus sehen, obwohl sie über eine Sekunde langsamer als ihre persönliche Bestmarke war. Im November des letzten Jahres hatte Vigl in Calgary (Kanada) die 1.000 Meter in 1.15,930 zurückgelegt. Dennoch: Die Rittnerin kann auf ein gelungenes Olympia-Debüt zurückblicken, zumal die Bahn aus Mailand als langsam gilt.Die neue Olympiasiegerin: Jutta Leerdam © APA/afp / DANIEL MUNOZ
Schulting stellte zur Freude der Tausenden niederländischen Fans in 1.15, 460 Minuten den vorläufigen Bahnrekord auf. Anschließend bissen sich zahlreiche Athletinnen die Zähne an dieser Marke aus – bis die Top-Favoritinnen in den Ring stiegen. Femke Kok, die zweite Niederländerin im Bunde, pulverisierte den Olympischen Rekord – gewann aber trotzdem nur Silber.
Landsfrau Jutta Leerdam war um 28 Hundertstelsekunden schneller. Anschließend vergoss die umstrittene Athletin Freudentränen. Die 27-Jährige hatte in Mailand nach einem Interview mit der niederländischen Rundfunkanstalt NOS weitere Gespräche mit schreibenden Journalisten abgelehnt. Komplettiert wurde das Podest von Miho Takagi aus Japan.
1.000 Meter, das Ergebnis:
| Pos. | Name | Land | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Jutta Leerdam | Niederlande | 1.12,310 Minuten |
| 2. | Femke Kok | Niederlande | + 0,28 Sekunden |
| 3. | Miho Takagi | Japan | + 1,64 |
| 4. | Brittany Bowe | USA | + 2,24 |
| 5. | Beatrice Lamarche | Kanada | + 2,42 |
| 25. | Maybritt Vigl | ITA/Oberinn | + 4,84 |
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