3 Eisschnelllauf

Natalia Maliszewska erlebt in Peking ein emotionales Auf und Ab. © social media/Natalia Maliszewska

Drama um Medaillenhoffnung - „Mein Herz kann nicht mehr“

Bereits mehreren Sportlern wurden bei den Olympischen Winterspielen positive Corona-Tests zum Verhängnis. Eine enttäuschende Mitteilung für jeden der Athleten – zumindest aber kurz und schmerzlos. Für Natalia Maliszewska entwickelte es sich jedoch zu einem Marathon voller Höhen und Tiefen. Das Ende hätte für die polnische Medaillenhoffnung kaum schmerzvoller sein können.

Kurz nach ihrer Landung in Peking am 30. Jänner war Maliszewska positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Nackenschlag für die 26-Jährige, die für Polen als eine der größten Medaillenhoffnungen galt. Im Short Track über 500 Meter zählte sie sogar zu den Favoritinnen auf Gold, hatte sie doch den Probelauf in Peking im Oktober für sich entscheiden können.


Auch nach ihrem ersten positiven Testergebnis gab die Polin jedoch nicht auf. Immerhin blieben ihr bis zu ihrem Antritt am 5. Februar noch einige Tage, um auf ein negatives Ergebnis zu hoffen. Nachdem sie sich rund eine Woche in Isolation befand, schien sich das Blatt tatsächlich zu ihren Gunsten zu wenden. Doch nach einem kleinen Hoffnungsschimmer kam alles anders.

Kurz vor dem Ziel zerplatzt der Traum
Nach einem zunächst negativen Test am Donnerstag wurde Maliszewska kurze Zeit darauf erneut positiv getestet. Kurios: Dem Short Track-Star wurde dennoch am Freitagabend erlaubt, die Isolation zu verlassen. Als letzte Hürde bestand nur noch der Test vor dem Verlassen des Olympischen Dorfes am Wettkampftag (Samstag). Doch auch dieser fiel positiv aus. Maliszewska erfuhr davon auf dem Weg in die Arena.
„Ich glaube an nichts mehr. An keine Tests. Keine Spiele. Mein Herz kann es nicht mehr ertragen.“ Natalia Maliszewska

„Seit über einer Woche lebe ich in Angst. Und diese Stimmungsschwankungen, das Weinen, das mir den Atem raubt, sorgen dafür, dass sich meine Mitmenschen Sorgen um mich machen“, schrieb sie nach der Hiobsbotschaft enttäuscht in den sozialen Medien. „Ich glaube an nichts mehr. An keine Tests. Keine Spiele. Mein Herz kann es nicht mehr ertragen“, schloss sie ab. Der Traum von Olympia schien beendet – aber es könnte vielleicht doch noch ein Happy End geben.
Eine kleine Hoffnung bleibt
Trotz des abermaligen positiven Ergebnisses soll der Polin am Sonntag das Training auf dem Eis erlaubt worden sein. Ob es die Silbermedaillengewinnerin der WM 2018 tatsächlich rechtzeitig zu einem der olympischen Short Track-Bewerbe schafft, bleibt abzuwarten. Der psychische Stress lastet jedenfalls unweigerlich auf ihren Schultern.

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