
Maybritt Vigl zeigte auf. © APA/afp / DANIEL MUNOZ
Trotz frühem Aus: Vigl zeigt bei der WM auf
Im berühmten Thialf-Stadion in Heerenveen fanden Anfang März die Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf statt. Vom 5. bis 6. März stand zunächst der Sprint-Mehrkampf auf dem Programm, gefolgt vom Allround-Mehrkampf am 7. und 8. März. Die niederländische Eisschnelllaufhalle ist für ihre gute Stimmung und die vielen begeisterten Fans bekannt.
09. März 2026
Von: pm
Mit dabei im Sprint-Mehrkampf war auch die 21-jährige Südtirolerin Maybritt Vigl (Carabinieri), für die es die erste reguläre Weltmeisterschaft war. Am ersten Renntag zeigte Vigl solide Leistungen. Über 500 Meter belegte sie mit einer Zeit von 38,92 Sekunden den 20. Platz. Anschließend erreichte sie über 1000 Meter mit 1.17,66 Minuten den 17. Rang.
Für das italienische Team gab es allerdings bereits vor dem ersten Wettkampftag einen Rückschlag. Die stärkste italienische 500-Meter-Sprinterin Serena Pergher musste sich verletzungsbedingt noch vor dem Start der WM zurückziehen. Am zweiten Wettkampftag musste schließlich auch Maybritt Vigl ihre Teilnahme krankheitsbedingt beenden und konnte die letzten beiden Rennen nicht mehr bestreiten. Trotz des frühen Ausscheidens zeigte sich die Südtirolerin mit ihren Leistungen zufrieden: „Ich bin voll zufrieden – es ist sehr gut gelaufen. Vor allem durch die kurze Vorbereitungszeit bin ich mit den Resultaten mehr als zufrieden gewesen. Natürlich wäre ich sehr gerne auch am zweiten Renntag gestartet, aber ich bin krank und da geht die Gesundheit absolut vor. Logischerweise hätte ich gerne eine WM-Endwertung gehabt, aber wenn es dem Körper nicht gut geht, dann ist das nun mal so.“
Femke Kok dominiert
Die Titel im Sprint-Mehrkampf gingen an die Gastgeber aus den Niederlanden. Bei den Frauen dominierte Femke Kok, die alle vier Strecken gewann und über 500 Meter mit 36,67 Sekunden einen neuen Bahnrekord aufstellte. Hinter ihr belegten Suzanne Schulting (NED) und Marrit Fledderus (NED) die Plätze zwei und drei. Auch bei den Männern gewann mit Jenning De Boo ein Niederländer. Er entschied drei der vier Rennen für sich und stellte über 500 Meter mit 33,78 Sekunden ebenfalls einen neuen Bahnrekord auf. Jordan Stolz (USA) wurde Zweiter, Zhongyan Ning (CHN) belegte Rang drei.Aus italienischer Sicht belegte Daniele Di Stefano im Sprint-Mehrkampf den 16. Platz. Nach dem Sprint-Mehrkampf wurde die Weltmeisterschaft im Thialf-Stadion mit dem Allround-Mehrkampf fortgesetzt. Dieser fand vom 7. bis 8. März statt und umfasste Distanzen von 500 Metern bis hin zu 10.000 Metern.
Auch Lollobrigida dabei
Aus italienischer Sicht belegte die zweifache Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida im Vierkampf den sechsten Platz. Ihre stärkste Distanz waren die 5000 Meter, auf denen sie den dritten Rang erreichte. Auch bei den Männern gelang Riccardo Lorello ein gutes Ergebnis: Er belegte in der Gesamtwertung ebenfalls den sechsten Platz.Die Titel im Allround-Mehrkampf gingen an Norwegen. Bei den Frauen gewann Ragne Wiklund (NOR) und schrieb damit Geschichte: Zum ersten Mal seit 88 Jahren holte wieder eine Norwegerin den Allround-Weltmeistertitel. Zweite wurde Marijke Groenewoud (NED), Rang drei ging an Miho Takagi (JPN). Bei den Männern setzte sich Sander Eitrem (NOR) durch, der zudem über 5000 Meter einen neuen Bahnrekord aufstellte. Hinter ihm belegten Metodej Jilek (CZE) und Vladimir Semirunniy (POL) die weiteren Podestplätze.
Ein besonderer Moment der Weltmeisterschaft war auch der Abschied zweier großer Namen des Eisschnelllaufs: Miho Takagi (JPN) und Martina Sablikova (CZE) beendeten nach diesem Wettkampf ihre erfolgreichen Karrieren. Beide gewannen im Laufe ihrer Laufbahn mehrere Olympiamedaillen und zählen zu den erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen ihrer Generation.
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