
Andrea Vötter und Marion Oberhofer wollen in der Saison 2026/27 wieder durchstarten.
Dämpfer vor Saison: Olympia-Heldin Vötter fällt aus
In exakt einem Monat fällt im deutschen Winterberg der Startschuss für die neue Weltcup-Saison der Kunstbahnrodler. Ausgerechnet jetzt muss eine Südtiroler Olympiasiegerin pausieren.
29. Oktober 2026

Von:
Christoph Niederkofler
Mit dem Weltcup-Auftakt in Winterberg (28./29. November) im Blick absolvieren die Südtiroler Kunstbahnrodler zurzeit ein Trainingslager im Olympia Eiskanal Igls bei Innsbruck. Am Austragungsort der WM 2027, der nach einem turbulenten Jahr zuletzt die Pre-Homologierung abgeschlossen hatte, sollen wichtige Trainingsfahrten absolviert und Praxis gesammelt werden. Für ein Südtiroler Erfolgsduo setzte es dort jedoch einen kleinen Dämpfer.
Andrea Vötter, die sich im vergangenen Februar gemeinsam mit Marion Oberhofer in Cortina d'Ampezzo zur Olympiasiegerin im Doppelsitzer gekrönt hatte, zog sich am Dienstag bei einem Sturz im unteren Abschnitt eine Verletzung am Fuß zu. „Ich bin mit dem Fuß unter die Schiene gekommen. Ich weiß auch nicht so recht, wie das passiert ist“, sagte Vötter im Interview mit SportNews. „Gebrochen ist aber zum Glück nichts.“ Genäht werden musste die entstandene Wunde in der Nähe des Mittelfußknochens trotzdem. Zu groß darf die Belastung des Fußes daher vorerst nicht ausfallen.
Ausfallzeit von zwei bis drei Wochen
Die Verletzungspause hält sich aber zumindest auf dem Papier in Grenzen. „Ich werde zwei bis drei Wochen ausfallen“, merkte die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin aus Völs an und hob die Folge des Ausfalls hervor. „Viele Trainingsläufe werden es bis zum ersten Weltcup nicht mehr.“Andrea Vötter und Marion Oberhofer bei den Olympischen Spielen 2026. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Am kommenden Montag reist die Mannschaft für ein weiteres Trainingslager in das lettische Sigulda. Dieses wird also ohne Vötter und Oberhofer stattfinden. „Und danach hoffen wir, dass sie wieder ihre Fahrten machen können. Aber ich bin guter Dinge“, erklärte Armin Zöggeler. Außerhalb der Bahn könne die 31-Jährige nach wie vor die ein oder andere Trainingseinheit absolvieren. „Natürlich werden ihr die Fahrten fehlen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie das gut wegstecken wird.“
Die Genesung hat bei Vötter nun oberste Priorität – und auch die Motivation hinsichtlich des anstehenden Winters ist gewiss nicht weniger geworden. „Wir nehmen es, wie es ist“, gab sie zu Protokoll. „Und so müssen wir einfach mehr dafür kämpfen, damit wir das bestätigen können, was wir bei Olympia erreicht haben.“
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