
Dominik Fischnaller im Fokus: Der Meransener greift nach einer Medaille. © Gio Auletta/Pentaphoto
„Habe sie schreien hören“: Gänsehaut bei Südtirols Rodlern
Vor dem großen Finale der Kunstbahnrodler am Sonntagabend (ab 18.30 Uhr) liegt Dominik Fischnaller auf Medaillenkurs – und gerät, wie seine Kollegen, ins Schwärmen.
08. Februar 2026
Aus Cortina d'Ampezzo

Von:
Thomas Debelyak
Die neu gebaute Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo hat im Vorfeld für viele, teils hitzige Diskussionen gesorgt. Wer in diesen Tagen jedoch im Olympia-Ort ist, der kann bestätigen: Dieser Eiskanal versprüht seinen Charme – insbesondere, wenn er unterm Nachthimmel vom Flutlicht erhellt wird.
Wenn Dominik Fischnaller & Co. in Hochgeschwindigkeit über diese weiße Eisbahn inmitten des urigen Wintersportorts Cortina flitzen, ist das ein Spektakel. Auch, weil zahlreiche Fans an jeder Kurve für eine besondere Atmosphäre sorgen. Oder wie es Fischnaller ausdrückt: „Ich hatte heute den ganzen Tag Gänsehaut. Die Atmosphäre ist richtig bärig hier, am Sonntag wird’s dann wohl noch einmal lauter.“
Dominik Fischnaller in Aktion. © APA/afp / FRANCK FIFE
Der Paraderodler aus Meransen liegt nach den ersten beiden Läufen auf dem dritten Platz und somit klar auf Medaillenkurs. „Ich war selbst überrascht, wie gut ich im ersten Lauf gestartet bin, das war viel schneller als im Training. Auch der zweite Lauf hatte eine gute Qualität. Die Devise stimmt“, gibt sich der 32-Jährige zufrieden.
Familie und Freunde kommen zum großen Finale
Wenn am Sonntag ab 17 Uhr (3. Lauf) und 18.30 Uhr (4. und letzter Lauf) das Grande Finale ansteht, ist Fischnaller die große Südtiroler Hoffnung auf ein Edelmetall. Es wäre sein zweites nach der Bronzemedaille in Peking vor vier Jahren. „Ich freue mich, dass am Sonntag meine Familie und Freunde hier sein werden“, so Südtirols bester Rodler.Leon Felderer liegt auf Rang 5. © FELICE CALABRO' / Felice Calabro'
Ein Spitzenergebnis im Blick hat auch Leon Felderer, der zur Halbzeit auf Rang 5 liegt – wenngleich ein Angriff auf die Medaillenränge schwierig werden dürfte. Auch deshalb war der 26-jährige Latzfonser nicht zufrieden. „Mit meinem Speed kann ich gut mithalten, die Läufe an sich waren aber nicht der Burner. Ich habe den einen oder anderen Fehler eingebaut“, so Felderer, der am Sonntag dennoch voll angreifen will. Die Atmosphäre hat auch ihn beeindruckt. „In den Kurven habe ich die Leute schreien hören, ein cooles Gefühl.“
Gufler genießt den Olympia-Auftritt
Alex Gufler liegt nach zwei von vier Läufen dagegen auf Rang 18, hat seinen Auftritt auf der Eugenio-Monti-Bahn allerdings genossen. „Heute waren schon viele Leute hier. Natürlich konzentriere ich mich aufs Fahren, aber man kriegt logisch mit, dass in jeder Kurve gejubelt wird. Es ist schon mega. Meine Mama und mein Papa sind im Ziel, das hat mich sehr gefreut“, so der 23-jährige Passeirer.Nun gilt für Südtirols Rodler: Gut schlafen, noch einmal Kräfte sammeln und am Sonntagabend voll angreifen. Um 17 Uhr steigt Lauf Nummer 3, ab 18.30 Uhr das große Finale.
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