
Südtirols Ski-Star Alex Vinatzer. © ANSA / ANDREA SOLERO
Alex Vinatzer: „Heute bin ich wütend!“
Sein letztes Rennen des Jahres – den Slalom in Alta Badia – schloss Alex Vinatzer auf dem 10. Rang ab. Trotz dieser soliden Platzierung ärgerte sich der Grödner nach seinem Auftritt.
22. Dezember 2025
Aus Stern/La Villa

Von:
Thomas Debelyak
In welchen Sphären Alex Vinatzer mittlerweile unterwegs ist, ließ sich am Montagnachmittag im Zielgelände der Gran Risa gut erkennen. Der Grödner Edeltechniker hat den Slalom von Alta Badia auf Rang 10 beendet, was eigentlich ein mehr als solides Ergebnis ist. Dennoch sagte Vinatzer: „Heute bin ich wütend!“
Warum wütend? „Ich wollte es heute unbedingt, ich wollte gewinnen!“, so Vinatzer, der nach dem ersten Lauf auf dem starken siebten Platz lag und in der Entscheidung einen Angriff nach vorne plante. „Leider bin ich in dem Abschnitt, in dem ich am meisten Zeit gutmachen konnte, zu hart gefahren und habe dort am meisten Zeit verloren“, ärgert sich Vinni.
Alex Vinatzer bei seinem Auftritt in Alta Badia. © ANSA / ANDREA SOLERO
In seinem neunten Saisonrennen war dies der sechste Top-10-Platz – Vinatzer erlangt also immer mehr jene Konstanz, die ihm in den vergangenen Jahren des Öfteren gefehlt hat. „Heuer wäre ich gut in Form gewesen, um zu Hause in Alta Badia meinen ersten Podestplatz zu holen, deshalb habe ich mir auch viel erwartet. Klar, ein 14. Platz (im Riesentorlauf am Sonntag, Anm. d. Red.) und ein 10. Platz sind nicht schlecht, vor allem für die Startliste. Aber natürlich will man immer mehr“, erklärt der Grödner.
„Ich wünsche mir einen fantastischen Jänner und Februar.“ Alex Vinatzer
Nichtsdestotrotz kann Vinatzer mit der bisherigen Saison hochzufrieden sein, das weiß er auch selbst. „Das ist der bislang beste Winter meiner Karriere. Ich hoffe, ich kann diesen Flow beibehalten und ihn zu den Olympischen Spielen mitnehmen“, sagt der 26-Jährige.
Weihnachten zu Hause
Nun stehen für Vinatzer erst einmal ein paar Tage Pause auf dem Programm. „Weihnachten verbringe ich zu Hause, danach geht’s mit dem Training aber gleich wieder weiter.“ Und was ist nun sein Wunsch ans Christkind? „Ich hoffe, dass ich einen fantastischen Jänner und Februar habe.“ Der Jänner ist im Ski-Zirkus als der „Slalom-Monat“ bekannt, im Februar steigen die Olympischen Spiele. Macht Vinatzer so weiter, dann ist er ein ganz heißer Medaillenkandidat.Für die weiteren Südtiroler Tobias Kastlunger, Simon Maurberger und Matteo Canins war in Alta Badia übrigens bereits im ersten Durchgang Endstation.
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