
Elena Curtoni freut sich mit Sensationsfrau Asja Zenere. © APA/afp / ANDREAS SOLARO
Azurblaues Phänomen: Curtoni triumphiert im Super-G
Zum ersten Mal seit knapp drei Jahren hat Elena Curtoni ein Rennen im Weltcup gewonnen. Ganz nebenbei unterstrich sie, wie stark das Speed-Team der Azzurre in dieser Saison ist.
08. März 2026
Von: nie
Sofia Goggia hätte die kleine Kristallkugel im Super-G bereits unter Dach und Fach bringen können, Laura Pirovano stand nach ihrem Doppelschlag in den Abfahrten im Val di Fassa ebenso im Rampenlicht des Weltcups. Beide vermochten am Sonntagvormittag auf der Piste La Volata jedoch nicht zu glänzen – doch was mag das in dieser Saison schon heißen? So sprang eben Elena Curtoni für ihre Teamkolleginnen in die Bresche und raste im Fassatal kurzerhand zum Sieg vor der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+0,26 Sekunden) und ihrer Landsfrau Asja Zenere, die mit der hohen Startnummer 33 sensationell erstmals in ihrer Karriere auf das Podest fuhr (+0,27).
Zwar war Curtoni in keinem Sektor die schnellste Athletin, letzten Endes lieferte die 35-Jährige bei ihrem ersten Weltcupsieg seit Dezember 2022 das beste Gesamtpaket ab. Insgesamt ist es der vierte Erfolg auf der ganz großen Bühne für die Super-G-Juniorenweltmeisterin von 2011.
Azzurre glänzen in der Breite
Die Entscheidung im Kampf um die Kristallkugel ist jedoch vertagt worden. Alice Robinson (386 Punkte), die ärgste Verfolgerin von Goggia (449) im Klassement, ließ ihren Rückstand auf den Speed-Star aus Bergamo dank Platz vier auf 63 Zähler schrumpfen. Goggia ging bei ihrer Fahrt wie gewohnt voll ins Risiko, leistete sich dadurch aber vor allem in den unteren Abschnitten den ein oder anderen Fehler und landete so auf dem achten Rang (+0,64), den sie im Zielraum mit einem Kopfschütteln quittierte.Sofia Goggia beim Weltcup im Val di Fassa. © APA/afp / ANDREAS SOLARO
Die Abfahrtsolympiasiegerin von 2018 freute sich dennoch sehr mit ihrer Teamkameradin Curtoni, die ganz nebenbei einem azurblauen Phänomen eine weitere Facette verlieh: So haben in der laufenden Saison mit der Südtirolerin Nicol Delago, Goggia, Pirovano und nun Curtoni gleich vier verschiedene Azzurre mindestens einen Weltcupsieg im Speed-Bereich eingefahren. Federica Brignone, die ihre Saison vorzeitig beendete, triumphierte zudem bei den Olympischen Spielen im Super-G. Eine solche Vielfalt findet sich bei den Damen kein zweites Mal.
Shiffrin punktet, Delago weit zurück
Im Fokus stand auch Mikaela Shiffrin. Aufgrund der jüngsten Aufholjagd von Emma Aicher im Gesamtweltcup, sah sich die US-Amerikanerin dazu gezwungen zum ersten Mal seit St. Moritz im vergangenen Dezember im Super-G zu starten. Während Shiffrin punktete (21./+1,69), schied die deutsche Allrounderin Aicher aus.Nicol Delago verpasste beim Weltcup im Val di Fassa die Punkte. © APA/afp / ANDREAS SOLARO
Die Grödnerin Nicol Delago verpasste derweil mit einem Rückstand von 2,48 Sekunden die Punkte (33.). Sara Thaler aus St. Ulrich reihte sich nur zwei Hundertstelsekunden vor ihr ein (32./+2,46). Nadia Delago schied nach einem verpassten Tor kurz nach der zweiten Zwischenzeit aus. Weiter geht es für die Damen mit dem Weltcup im schwedischen Are am kommenden Wochenende. Dort stehen Riesenslalom (Samstag, 10.00 Uhr) und Slalom (Sonntag, 9.30 Uhr, je im SportNews-Liveticker) auf dem Programm.
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