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Die Freude von Laura Pirovano kennt keine Grenzen. © ANSA / Felice Calabrò

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Die Freude von Laura Pirovano kennt keine Grenzen. © ANSA / Felice Calabrò

Pirovano ist die Hundertstel-Königin: „Alles surreal!“

Laura Pirovano hat ihren zweiten Weltcupsieg in Folge gefeiert. Im Val di Fassa musste sich die Trentinerin erst einmal sammeln.

Wenn man in Zukunft das Wort Déjà-vu nachschlägt, muss fortan das Weltcup-Wochenende von Laura Pirovano im Val di Fassa als Beispiel angeführt werden. Zweimal trat die 28-Jährige dort in einer Abfahrt an, zweimal raste sie auf der Piste La Volata zum Sieg und zweimal betrug ihr Vorsprung eine Hundertstelsekunde. Der einzige Unterschied: Am Samstag grüßte die Lokalheldin mit dem Roten Trikot vom Podest.


„Es ist noch unglaublicher als gestern – ich kann es nicht fassen. Alles fühlt sich surreal an“, wurde Pirovano anschließend in einer Pressemitteilung des Italienischen Wintersportverbandes (FISI) zitiert. „Auch der Vorsprung von einer Hundertstel, zweimal hintereinander – ich glaube, das entschädigt mich für all die Male, in denen die Hundertstel gegen mich waren.“

Pirovano: Konstanz zahlt sich eben doch aus

Seit 2021 landete Pirovano elfmal in den Top 5, in vier Rennen reichte es nur zum undankbaren vierten Platz. Ein Podest war ihr jedoch nie vergönnt. Das Schicksal hatte aber etwas Besonderes mit ihr vor. Durch den Doppelschlag im Val di Fassa überholte die Azzurra nämlich Lindsey Vonn in der Disziplinenwertung und geht nun als Favoritin auf die kleine Kristallkugel in die letzte Abfahrt am 21. März in Kvitfjell. „Meine Konstanz hat sich endlich ausgezahlt und das ist wunderschön“, schwärmte sie.
„Es ist nicht zu Ende bis alle Rennen gefahren sind.“ Emma Aicher

Emma Aicher, ihre ärgste Konkurrentin im Kampf um Platz eins in der Abfahrtswertung, leistete sich wenige Minuten vor Pirovano einen kostspieligen Ausrutscher und landete letztlich nur auf dem zwölften Rang. Ihr Rückstand auf die überglückliche Siegerin aus Italien: 28 Punkte. „Es ist nicht zu Ende bis alle Rennen gefahren sind“, gab sie sichtlich angefressen im Interview mit dem ZDF zu Protokoll.

Pirovano: „Dachte, es sei ein Scherz“

In einer völlig anderen Gemütslage befindet sich Pirovano. „Als ich die grüne Zeit gesehen habe, dachte ich zuerst, es sei ein Scherz. Und selbst jetzt kann ich es noch nicht glauben“, meinte sie. „Zwei andere Mädchen sind praktisch genauso gefahren wie ich – bei einem Abstand von einer und fünf Hundertstel bedeutet das eigentlich nichts.“

Laura Pirovano jubelt mit Sofia Goggia. © ANSA / Felice Calabrò

Laura Pirovano jubelt mit Sofia Goggia. © ANSA / Felice Calabrò


Nach Isolde Kostner, Sofia Goggia und Federica Brignone könnte Pirovano die vierte Azzurra werden, die sich zur besten Abfahrerin der Saison krönt. Daran verschwendet sie aber noch keinen Gedanken. „Ich wusste, dass ich nahe an den Besten dran bin, aber zwei Tage wie diese hätte ich nicht erwartet. Ich freue mich schon darauf, morgen im Super-G zu starten“, hob sie hervor und merkte an. „Auch wenn ich völlig erschöpft bin. Ich hoffe auf ein gutes Rennen.“ In welchem die Hundertstel bestenfalls wieder auf ihrer Seite sind.

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